07.05.2018

Keine Geheimkammer in Tutanchamun‘s Grab entdeckt

Ein dritter Radarscan des Pharaonengrabes hat die Existenz geheimer Kammern nun endgültig ausgeschlossen.

 

Seit Dr. Nicholas Reeves in 2015 verkündete, dass er Beweise für zugemauerte Durchgänge in der Grabkammer von König Tutanchamun (um 1330 v. Chr.) entdeckt habe, wurden einige Scans in der Grabstätte durchgeführt, die auch tatsächlich Temperaturunterschiede hinter der nördlich ausgerichteten Wand gezeigt haben sollen. Das schien auf Hohlräume hinzuweisen und Reeves’ vorherige Untersuchungsergebnisse der Grabkammer zu bestätigen (wir berichteten). Und im März 2016 gaben die ägyptischen Behörden bekannt, dass sie offenbar die zwei verborgene Räume in dem Grab des Pharaos lokalisieren und bestätigen konnten, Sie spekulierten sogar darüber, dass es sich vielleicht um die bislang vermisste Grabstätte von König Tutanchamun‘s Mutter, Königin Nefertiti, handeln könnte. Doch seitdem gab es keine weiteren Informationen zu der Angelegenheit und der ägyptische Antiquitätenminister Khaled al-Anani relativierte sogar die vorangegangenen Ergebnisse, indem er verkündete, dass sie nicht eindeutig gewesen wären.

 

Physikprofessor Francesco Porcelli von der italienischen Universität von Turin kündete daraufhin an, mit einem Team von Wissenschaftlern eigene Ground Penetrating Radar-Scans (Bodenradar-Scans) in Tutanchamun‘s Grab durchführen zu wollen, um nach Anzeichen von versteckten Kammern zu suchen. Allerding konnte (durfte) er seinerzeit keine genaueren Details zu seinen Untersuchungen und Ergebnissen bekannt geben, da er dazu die Erlaubnis des Ägyptischen Antiquitätenministeriums benötige.

 

Wie der ägyptische Antikendirektor, Mostafa Waziri, im Rahmen der vierten International Tutankhamun GEM Conference im Grand Egyptian Museum von Gizeh am gestrigen Sonntag bekannt gab, scheinen die Ergebnisse des dritten Scans in Tutanchamun‘s Grab leider keine versteckten Kammern hinter den Mauern entdeckt zu haben. Diese Nachricht kennzeichnet das enttäuschende Ende eines der faszinierendsten Schatzsuchen der modernen Archäologie. „Das Ergebnis ist, dass es keine Hinweise auf Türen oder Hohlräume in bis zu vier Metern Nähe zur Bestattungskammer gibt", sagte Franco Porcelli von der Polytechnischen Universität Turin gegenüber dem National Geographic. „Es ist enttäuschend, aber das ist nun mal das Ergebnis. Das ist aus unserer Sicht auch überzeugend."

 

© Fernando Calvo*, Foto: Kenneth Garrett, National Geographic Magazine

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