27.08.2019

Dürre legt versunkenes »spanisches Stonehenge« frei

Die in Spanien vorherrschende extreme Trockenheit hat eine etwa 5.000 Jahre alte Tempelanlage freigelegt, die nun auch als »spanisches Stonehenge« bezeichnet wird.

 

Die langanhaltende Dürreperiode hat in der Nähe von Peralêda de la Mata in der spanischen Provinz Cáceres einen Stausee ausgetrocknet und eine alte versunkene Tempelanlage zum Vorschein kommen lassen. Die Stätte befand sich seit 1963 unter Wasser, nachdem dort durch den Bau eines Damms der Stausee entstand. Sie besteht aus einer Ansammlung von 144 kreisförmig angeordnete Monolithen, von denen einige bis zu zwei Meter hoch und mit eingravierten Schlangen verziert sind.

Die Archäologen datieren die Anlage, die Ähnlichkeit mit dem englischen Stonehenge aufweist, auf das zweite oder dritte Jahrtausend v. Chr., haben jedoch keine Hinweise darauf gefunden, wer sie dort platziert hat und warum - möglicherweise diente sie einst ebenfalls als rituelle Kultstätte. „Wir sind hier mit der Legende aufgewachsen, dass im See ein Schatz verborgen liegt, und jetzt können wir ihn endlich sehen", sagte der örtliche offizielle Sprecher Angel Castaño im Interview mit The Local. „Es könnte sein, dass unter den Steinen einst Schätze vergraben wurden. Aber für uns sind die Steine selbst der Schatz."

 

Castaño erklärt, dass die Stätte vor Jahrtausenden aus Granit errichtet wurde, der aus einem kilometerweiten Steinbruch transportiert wurde und wie Stonehenge vermutlich als Sonnentempel und Grabstätte genutzt wurde. „Sie schien einen religiösen aber auch wirtschaftlichen Zweck zu haben, da sie sich an einem der wenigen Punkte des Flusses befand, an dem es möglich war, ihn zu überqueren. Also war es eine Art Handelszentrum. Tatsächlich ist der Tajo bzw. Tejo ein strategisch bedeutender Fluss, denn er ist mit 1.007 km der längste Fluss auf der Iberischen Halbinsel und fließt in Ost-West-Richtung quer vom Norden Spaniens bis Portugal in den Atlantik.

 

„Wir hatten in diesen Sommer keinen Regen, so dass die Dürre, sowie die politische Entscheidung, Wasser nach Portugal abzugeben, dazu beigetragen haben, den Grundwasserspiegel zu senken und die Steine zu enthüllen", erklärt Castaño. Er weist aber darauf hin, dass nun das Rennen gegen die Zeit begonnen habe, denn man müsse sich beeilen, die Stätte zu retten, bevor die Regenfälle kommen und sie wieder im Stausee versinkt. Und die Granitsteine seien sehr porös, würden bereits von Erosion gezeichnet sein und Rissen aufweisen. Er setzt sich deshalb gemeinsam mit einer Gruppe von Ortsansässigen dafür ein, die Steine so schnell wie möglich an einen anderen sicheren Ort zu versetzen.

 

© Fernando Calvo*, Foto: Rubén Ortega Martín/Raíces de Peralêda

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