04.04.2016

Zweite Wikingersiedlung in Nordamerika entdeckt

Im Jahre 1960 wurde in Kanada die Wikingersiedlung namens L'Anse aux Meadows entdeckt, die belegte, dass die Nord- männer Grönlands bereits rund 500 Jahre vor Kolumbus in Nord- amerika eintrafen. Doch außer dieser Stätte wurden keiner- lei weitere Zeugnisse ihrer Präsenz in der Neuen Welt entdeckt ... bis jetzt!

 

Mittels Satelliten hatten Luftbildarchäologen der University of Alabama vergangenen September Infrarot-Bilder aus 643 km Höhe von der Erde aufgenommen und bei der jetzigen Auswertung der Aufnahmen einen »dunklen Fleck« mit geradlinigen verdeckten Strukturen entdeckt, die als typische Anzeichen alter, menschlicher Siedlungen gelten. Die Stätte befindet sich auf der Insel Point Rosee, an der Südwestküste von Neufundland, rund 500 Kilometer von L'Anse aux Meadows entfernt. Mit Hilfe eines Magnetometers, der die Magnet-feldanomalien eines bestimmten Gebietes erfasst, fand das Forscherteam heraus, dass die Region eine hohe Konzentration an Eisen enthält und es Anzeichen für Metallverarbeitung gibt, alles Hinweise auf die Präsenz der Wikinger, denn sie sind für ihre Metallurgie bekannt. Auch die Radiokarbondatierung verschiedener Fundstücke bestätigte ein Alter, das exakt in die Wikingerzeit passt (800 – 1050 n.Chr.).

 

Noch haben die Forscher aber viel Arbeit vor Ort. Sie wollen die potenzielle Wikingersiedlung noch genauer untersuchen und mehr Beweise sammeln, um anschließend ihre detaillierten Studienergebnisse von unabhängigen Gutachtern einer Peer- Review unterziehen und bestätigen zu lassen.

 

 

© Fernando Calvo, Foto: Google Maps

 

 

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