10.08.2018

44 neue Exoplaneten auf einen Schlag entdeckt

Himmelsdurchmusterungen, die extrasolare Planeten aufspüren sollen, kommen in der Regel nicht über ein Dutzend Neuentdeckungen hinaus – meist sind es noch deutlich weniger. Nun verkündet die Universität Tokio, dass bei der jüngsten derartigen Untersuchung gleich 44 Exoplaneten auf einen Streich gefunden wurden.

 

Mission Kepler

Die Daten gehen auf Beobachtungen des Kepler-Weltraumteleskops zurück, das seit einigen Jahren eigentlich gar nicht mehr wie gewünscht funktioniert, weil einige seiner Reaktionsräder, die seine Position im All stabilisieren sollen, ausgefallen sind. 2013 sollte das Teleskop schon stillgelegt werden, doch die NASA fand einen Weg, das Teleskop mit Hilfe des Sonnenwinds stabil zu halten. Und so liefert es weiterhin Bilder.

 

Kepler detektiert Exoplaneten mithilfe der sogenannten Transitmethode: Sie werden aufgespürt, wenn sie vor ihrem Mutterstern vorbeiziehen und dabei dessen Licht minimal abschwächen. Um andere Verdunkelungsfaktoren auszuschließen, müssen die Rohdaten zunächst noch mit anderen verglichen werden: Dafür sorgten die ESA-Sonde GAIA und einige Bodenteleskope in den USA.

 

Die jüngsten Ergebnisse

Das vorläufige Endergebnis präsentierte nun John Livingston von der Uni Tokio im Astrophysical Journal: 44 neue Exoplaneten sind gesichert. 18 davon kreisen in Sternsystemen mit mehreren Planeten, 16 befinden sich in der besonders interessanten Kategorie »erdähnlich« – zumindest was ihre Größe betrifft. Diese stellen laut Livingston zugleich das Limit dessen dar, was sich auf diese Weise noch sichten lässt.

 

Es wurden aber auch Planeten entdeckt, die keinerlei Entsprechung in unserem Sonnensystem haben: Vier der Neuentdeckungen umkreisen ihren jeweiligen Stern in weniger als 24 Stunden, ein Jahr ist auf einer solchen Welt mit »ultrakurzer Periode« also kürzer als bei uns ein Tag.

 

Neben den 44 bestätigten Exoplaneten hat Kepler überdies 27 Kandidaten ausfindig gemacht, deren Status aber erst näherer Analysen bedarf. Und noch hat das letzte Stündlein des gehandicapten Teleskops ja nicht geschlagen: Weitere Durchmusterungen werden folgen und aller Wahrscheinlichkeit nach den Exoplanetenkatalog weiter verlängern.

 

 

Quelle: für Der Standard, Foto: Mahmudov Raul/Wikimedia Commons

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