12.03.2019

Asteroiden sind schwerer zu zerstören, als man glaubte

Neue Computermodelle haben gezeigt, dass große Asteroiden viel härter sind, als man erwartet hatte.

 

Was genau wir tun sollten, um einen großen Asteroiden zu stoppen, der auf Kollisionskurs mit der Erde ist, ist in der Wissenschaft längst zum Thema geworden. Eine Möglichkeit würde darin bestehen, es in Stücke zu sprengen, doch dazu müsste man ganz genau berechnen können, wie viel Energie nötig wäre, um es vollständig zu zersetzen, damit die Splitter keine Gefahr darstellen.

 


 

Diesbezüglich hatten Forscher vor etwa 20 Jahren ein Computermodell erstellt und ermittelt, dass ein 25 km im Durchmesser großer Asteroid völlig zerstört werden könnte, wenn er von einem anderen 1 km großen Asteroiden getroffen würde, der sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 11.000 km/h bewegt. Nun aber haben überarbeitete Computermodelle diese frühere Schlussfolgerung in Frage gestellt und stattdessen darauf hingewiesen, dass eine solche Kollision immer noch einen intakten Kern mit ausreichend Gravitationskräften hinterlassen würde, um die versprengten Fragmente wieder in Richtung Kern zusammenzuziehen.

 

„Wir nahmen früher an, dass ein Objekt umso leichter zerbrechen würde, je größer es ist, da größere Objekte eher Schwachstellen aufweisen", erklärt der Maschinenbauingenieur Charles El Mir von der Johns Hopkins University auf Astronomy Now. „Unsere Ergebnisse zeigen jedoch, dass Asteroiden stabiler sind, als wir früher dachten, und dass mehr Energie benötigt wird, um sie gänzlich zu zerstören."

 

Das wirft aber die Frage auf, was man dann tun sollte, um einen herannahenden Asteroiden zu neutralisieren? „Es mag wie Science Fiction klingen, doch viele Forschungsarbeiten plädieren für Asteroidenkollisionen", sagt El Mir. „Zum Beispiel, wenn ein Asteroid Richtung Erde kommt, sind wir besser dran, ihn in kleine Stücke zu zerbrechen oder ihn anzustoßen, um in eine andere Bahn zu lenken? Und falls letzteres, mit wie viel Kraft sollen wir es treffen, um es wegzubewegen, ohne es zu zerbrechen? Das sind die aktuellen Fragen, die in Betracht gezogen werden müssen."

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

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