26.02.2018

Das Universum expandiert schneller als es sollte

Neue Berechnungen durch US-Wissenschaftler zeigen, dass das Universum schneller expandiert als bisher angenommen wurde.

 

Im Jahr 1928 entdeckte der amerikanische Astronom Edwin Hubble bei der Beobachtung fremder Galaxien, dass sie sich nicht nur alle von uns weg bewegen, sondern dies zudem mit umso größerer Geschwindigkeit vollziehen, je weiter sie von uns entfernt sind. Die Tatsache, dass sich alle Galaxien von uns wie auch untereinander entfernen, wird so interpretiert, dass es das Weltall selbst ist, das expandiert. Die lineare Beziehung zwischen der radialen Geschwindigkeit und der Entfernung einer Galaxie wird durch das berühmte Hubble-Gesetz beschrieben. Die Konstante, die zwischen beiden Größen vermittelt, die also bestimmt wie schnell die Geschwindigkeit der Galaxien mit ihrer Entfernung wächst, ist die Hubble-Konstante.

 

Unter Verwendung der Daten des Planck-Weltraumteleskops der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) hatten Physiker ermittelt, dass die Ausdehnungsrate bei etwa 67 Kilometern pro Sekunde und Megaparsec liegt. Nun aber haben Forscher um Adam Riess vom Space Telescope Science Institute (STScI) sowie der Johns Hopkins University, beide in Baltimore, US-Bundesstaat Maryland, die Daten aus dem Hubble-Weltraumteleskop für ihre eigenen Berechnungen benutzt und kamen zu einem ganz anderen Ergebnis: 73 Kilometer pro Sekunde und pro Megaparsec.

 

„Die Gemeinschaft kämpft wirklich damit, die Bedeutung dieser Diskrepanz zu verstehen", sagt Riess, Nobelpreisträger und Mitentdecker der Dunklen Energie, als Leiter der Studie auf NASA.gov. Es ist möglich, dass die Dunkle Materie stärker als erwartet mit der normalen Materie interagiert oder dass Einsteins kosmologische Konstante doch nicht ganz so konstant ist. „Während es möglich wäre, dass die Dunkle Energie eine Rolle spielt, sieht es für mich immer mehr danach aus, dass es ein neues Teilchen sein könnte oder etwas, das mit der Dunkle Materie interagiert", sagt Riess. „Normalerweise gehen wir davon aus, dass die Dunkle Materie etwas ist, was wir WIMP nennen, ein schwach wechselwirkendes massives Teilchen. Nun, vielleicht ist es gar nicht so schwach interagierend. Das würde die Dinge verändern, das würde so etwas wie das verursachen, was wir sehen."

 

© Fernando Calvo*, Foto: NASA/ESA

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