27.11.2019

Erstmals sollen Marsproben auf der Erde analysiert werden

NASA und ESA planen eine ehrgeizige Mission, um erstmalig Marsproben einzusammeln und sie zur Analyse zur Erde zu bringen.

 

Zwar haben bisherige Marsmissionen auch schon bereits kompakte Laborgeräte eingesetzt, um die auf dem Roten Planeten gesammelten Materialien zu analysieren, doch diese Untersuchungen können in ihrer Qualität natürlich nicht mit jenen verglichen werden, die unter direkter Beteiligung von Wissenschaftlern hier auf der Erde erfolgen.


Tatsächlich ist es jedoch keine leichte Aufgabe, derartige Proben direkt vom Mars zu uns auf die Erde zu holen - vor allem angesichts der Anzahl der vielen notwendigen Schritte, die dazu nötig wären und des Risikos, dass in jeder Phase der Mission etwas schief gehen könnte.

 

Dennoch wollen die US-Raumfahrtbehörde (NASA) und die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ein gemeinsames Projekt starten, bei dem sie im Rahmen der für im August 2020 geplanten Mars-Rover-Mission »Mars 2020« zunächst Gesteins- und Erdproben auf der Marsoberfläche sammeln und dann in kleine versiegelten Metallröhren verpacken, die später zur Erde transportiert werden. „Die Caches dieser Röhren werden dann an ausgewiesenen Stellen auf der Marsoberfläche zurückgelassen", erklärt Sanjay Vijendran vom Mars Sample Return-Team der ESA.

 

Ein zweiter von der ESA gebauter Rover wird dann später zum Roten Planeten geschickt, um die Probenbehälter einzusammeln und sie zu einer wartenden US-Raumsonde bringen. Diese Sonde wiederum wird die Proben in den Weltraum schießen, wo sie von einer Robotersonde eingesammelt werden. Nach der Rückkehr zur Erde wird sie die Proben in einer Fallschirmkapsel über der Wüste von Utah abwerfen.

 

Zu den wichtigsten Sicherheitsaspekten der Mission gehören, sicherzustellen, dass die Proben unseren eigenen Planeten nicht mit möglichen fremden Organismen verunreinigen. Zu diesem Zweck werden die Proben ausschließlich in Quarantäneeinrichtungen der Biosicherheitsstufe 4 aufbewahrt. „Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass wir lebende Organismen zurückbringen werden, doch selbst wenn wir es tun sollten, ist es unwahrscheinlich, dass sie schädlich sind", beruhigt Vijendran im The Guardian. „Aber wir können es selbstverständlich nicht ausschließen, deshalb werden wir jede Maßnahme ergreifen, die sicherstellt, dass die Proben versiegelt bleiben und keine Gefahr für den Planeten darstellen."

 

Wenn alles nach Plan verläuft, werden die Proben den Wissenschaftlern eine große Fülle von Informationen über den Mars liefern. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass sie die fossilen Überreste mikrobieller Lebensformen enthalten.

 

© Fernando Calvo*, Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

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