11.05.2018

Forscher klären das ultimative Schicksal unserer Sonne

Wenn unsere Sonne stirbt, wird sie in einem Feuer der Herrlichkeit verlöschen und einen so genannten Planetarischen Nebel erzeugen.

 

Seit 4,6 Milliarden Jahren bildet unsere Sonne die Lebensgrundlage allen Lebens auf der Erde und wird es wohl auch noch mindestens einige Milliarden Jahre tun. Sie entstand aus dem gravitativen Kollaps von Materie innerhalb einer großen molekularen Wolke und wuchs zu einem Stern heran, der - gemessen am Durchmesser- 109 mal größer und 330.000 mal massiver als die Erde ist. Doch irgendwann geht auch ihre Lebenszeit zu Ende, wenn sie ihren Wasserstoff aufgebraucht hat und die Kernfusion nicht mehr aufrecht halten kann. Doch was genau danach mit ihr passiert, wird unter den Wissenschaftlern schon lange heftig diskutiert.

 

In den meisten Fällen, wenn ein Hauptreihenstern stirbt, wird er von einem roten Riesen zu einem weißen Zwerg zusammenfallen und einen leuchtenden Ring aus Gas und Staub erzeugen, der als Planetarer Nebel bezeichnet wird. Doch im Falle unserer Sonne zweifelte man diese Möglichkeit an, denn die Theorie besagt, dass ein Stern mit weniger als der doppelten Sonnenmasse einen viel zu schwach leuchtenden Planetarischen Nebel hinterlässt, der nicht sichtbar wäre.

 

Wie aber nun ein internationales Astronomenteam im Fachmagazin Nature Astronomy schreibt, haben sie endlich die Antwort auf die Frage gefunden, wie unsere Sonne tatsächlich sterben wird. Ihrer Studie nach wird sie in rund 5 Milliarden Jahren anfangen, sich auf das über 250-fache ihrer heutigen Größe zu einem Roten Riesen aufzublähen und dabei Merkur, Venus und die Erde verschlingen. In etwa zehn Milliarden Jahren wird sie dann wahrscheinlich ohne Explosion kollabieren und einen Großteil ihrer Hülle als schwach leuchtenden Planetarischen Nebel herausschleudern bis am Ende dann nur noch ihr Kern als Weißer Zwerg übrig bleibt.

 

Mit ihrem neuen Modell konnten die Wissenschaftler also nun bestätigen, dass auch unserer Sonne - trotz der niedrigen Masse - dieses Schicksal erwarten wird, denn offenbar hatten die bisherigen Modelle die Hitzeentwicklung von sterbenden Sterne unterschätzt. Ihre Simulation ergab jedoch, dass sich der Sternenkern nach dem Ausschleudern der Hülle dreimal schneller als bisher angenommen aufheizt. Auf diese Weise sind auch relativ massearme Sterne wie unsere Sonne durchaus in der Lage, ihre ausgeschleuderte Hülle noch zum Leuchten bringen- wenn auch schwächer.

 

„Wenn ein Stern stirbt, wirft er eine Masse aus Gas und Staub - als Hülle bezeichnet - ins All", erklärt Koautor Professor Albert Zijlstra von der University of Manchester gegenüber Sky News. „Dies legt den Kern des Sterns frei, dem zu diesem Zeitpunkt im Sternenleben der Brennstoff ausgeht, sich schließlich abschaltet und letztendlich stirbt. Erst dann lässt der heiße Kern die ausgestoßene Hülle für etwa 10.000 Jahre hell leuchten - in der Astronomie eine kurze Zeit. Und das ist es, was den Planetarischen Nebel sichtbar macht. Einige sind so hell, dass man sie aus extrem großen Entfernungen von mehreren zehn Millionen Lichtjahren sehen kann, der Stern selbst wäre viel zu schwachleuchtend gewesen, um gesehen zu werden."

 

Somit würde unsere Sonne zu einem der masseärmsten Sterne gehören, die trotzdem noch einen Planetarischen Nebel produzieren können"

 

© Fernando Calvo*

 Foto: T.A.Rector (NRAO/AUI/NSF, NOAO/AURA/NSF) und B.A.Wolpa (NOAO/AURA/NSF)

Unsere Sonne könnte eine ähnliche lichtschwache Gaswolke hinterlassen, die wie dieser Planetarische Nebel »Abell 39« aussieht.
Unsere Sonne könnte eine ähnliche lichtschwache Gaswolke hinterlassen, die wie dieser Planetarische Nebel »Abell 39« aussieht.

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