09.04.2019

Forscher sollen Astronauten-Kot vom Mond untersuchen

Als Buzz Aldrin und sein Kollege Neil Armstrong am 21. Juli 1969 ihre Apollo-11-Mission beendeten, gehörten auch Taschen mit ihren Exkrementen zu den vielen Dingen, die sie auf der Mondoberfläche zurückließen.

 

Die Astronauten ließen bei ihren Apollo-Missionen jede Menge Abfall auf dem Mond zurück und so befinden sich heute neben den Mondlandefähren, Kamerafilter, Familienfotos oder spezielle Astronauten-Windeln auch Behälter mit ihrem Urin und Kot. Eine Aufstellung der NASA über den irdischen »Mondmüll« findet man hier.

 

 

Heute, fast 50 Jahre später, hat der US-amerikanische Wissenschaftsjournalist Brian Resnick den kuriosen - aber auch durchaus interessanten - Vorschlag gemacht, diese Exkremente untersuchen zu lassen. Denn diese Fäkalienproben könnten für unsere Wissenschaftler eine einzigartige Gelegenheit darstellen, um zu untersuchen, wie sich die irdischen Bakterien in der feindlichen Umgebung des Mondes entwickelt haben.

 

„Mit der Landung von Apollo 11 auf dem Mond haben wir das mikrobielle Leben auf der Erde in die extremste Umgebung gebracht, in der sie je war", schreibt Resnick. „Das bedeutet, dass der menschliche Kot - zusammen mit den Urinsäcken, Speiseresten, Erbrochenem und den anderen Abfällen in den Säcken, die auch mikrobielles Leben enthalten können - auf dem Mond ein natürliches, wenn auch unbeabsichtigtes Experiment darstellt."

 

Da die NASA ohnehin plant, innerhalb von nur fünf Jahren wieder Menschen auf den Mond zu schicken, ist die Idee, einige der während des Apollo-Programms zurückgelassenen Objekte zurückzubringen, gar nicht mal so weit hergeholt. Und was sagt Buzz Aldrin zu dieser Idee, seinen 50 Jahre alten Kot zu holen? „Nun, mir tut jeder leid, der meinen Beutel findet", wird er im The Independent zitiert.

 

Dieser Vorschlag ist aber nicht neu, die NASA hatte bereits 2011 ihr Interesse an den Mond-Fäkalien geäußert. Sie wollte damals ebenfalls gerne wissen, ob in den Exkrementen noch Bakterien leben und wie die lebensfeindliche kosmische Strahlung sie verändert haben könnte.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: NASA

Einiger Müll an der Apollo-11-Mondlandestelle.
Einiger Müll an der Apollo-11-Mondlandestelle.

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