07.11.2019

Interstellare Raumfahrtmission in 10 Jahren möglich

Eine Raumsonde, die man in den interstellaren Raum schickt, könnte bereits innerhalb von nur zehn Jahren starten – darin sind sich Wissenschaftler einig.

 

Bislang haben nur zwei Raumfahrzeuge die Grenzen unseres Sonnensystems überschritten: Die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 - ein Paar historischer Sonden, die nun schon seit über vier Jahrzehnten im All unterwegs sind. Zwar haben diese technisch veralteten Maschinen bereits mehr geleistet, als man es sich eigentlich zu Beginn ihrer Mission erhofft hatte, dennoch bleibt ihre Funktionalität auch heute noch sehr eingeschränkt und es ist völlig unklar, wie lange sie überhaupt noch aktiv bleiben werden.

Eigentlich sind die meisten Raumfahrzeuge nicht für einen jahrzehntelangen Betrieb ausgelegt und auch die Voyager-Sonden wurden nur für kurzfristige interstellare Reisen gebaut, denn ihr ursprüngliches Ziel war es, die Gasriesen in unserem äußeren Sonnensystem zu erkunden. Aber was wäre, wenn wir eine Sonde bauen könnten, die speziell dafür entwickelt wurde, das Sonnensystem zu verlassen?

 

Auf dem diesjährigen Internationalen Raumfahrt Kongress (IAC), der vom 21. bis zum 25. Oktober in Washington stattfand, diskutierten Wissenschaftler unter anderem darüber, wie mit der heutigen Technologie ein so abenteuerliches Unterfangen erreicht werden könnte. Das Ziel wäre, den interstellaren Raum zu erforschen, die Kuiper-Gürtel-Objekte jenseits der Umlaufbahn des Neptuns und unser Sonnensystem als singuläre Einheit aus weiter Ferne zu untersuchen.

 

Und wie Leon Alkalai, Leiter des Büros für strategische Planung des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA während seiner Rede auf dem IAC sagte, gäbe es zwei programmatische Optionen, die eine unbemannte Mission in den interstellaren Raum ziemlich schnell verwirklichen könnten, möglicherweise sogar in nur etwas mehr als einem Jahrzehnt. Bei beiden Optionen würde man durch mehrere Passagen von Planeten deren Gravitationskräfte nutzen, um die notwendigen Geschwindigkeiten zu erreichen. Die langsamere Option würde Jupiter für die Beschleunigung wählen, so dass Wissenschaftler zudem auch detailliertere Beobachtungsdaten erhalten könnten. Die schnellere Option würde die Sonne als »Gravitationsschleuder« nutzen und schnelle Beobachtungsdaten liefern, wäre aber dafür weniger detailliert.

 

Um die Missionsmanager besonders glücklich zu machen, schlug Alkalai vor, eine interstellare Mission zu planen, um Wissenschaft zu betreiben. Das ultimative Ziel der Sonde wäre es, den interstellaren Raum zu untersuchen. Aber „auf dem Weg zum interstellaren Raum gibt es noch viel zu tun", wird Alkalai auf Space.com zitiert.

 

Es wäre das erste spezielle Projekt der Menschheit, um in die Tiefen des interstellaren Raums vorzudringen.

 

© Fernando Calvo*, Foto: NASA, ESA, ESO

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