29.06.2018

Interstellarer Besucher ist offenbar doch ein Komet

Ursprünglich als Asteroid klassifiziert, ist der weiterhin rätselhafte Himmelskörper namens »1I/'Oumuamua« offenbar ein Komet.

 

Das rund 400 Meter lange und zigarrenförmige Objekt, das am 19. Oktober 2017 entdeckt wurde, als es durch unser Sonnensystem Planeten brauste, wurde zum Mittelpunkt vieler Diskussionen und Spekulationen, da es aus einem fernen Sonnensystem zu stammen schien (wir berichteten). Damals deuteten die Beobachtungen darauf hin, dass 1I/'Oumuamua nicht jene Eigenschaften zu besitzen scheint, die typisch für einen Kometen sind, was die Wissenschaftler schließlich zu dem Schluss führte, dass es sich höchstwahrscheinlich um einen Asteroiden handeln müsse.

Künstlerische Darstellung von 1I/ʻOumuamua.
Künstlerische Darstellung von 1I/ʻOumuamua.

Nun aber hat eine neue Studie der Europäischen Weltraumagentur (ESA) ergeben, dass die Flugbahn des interstellaren Besuchers nicht allein durch die Schwerkraft erklärt werden kann und es andere Gründe dafür geben muss. Laut ihren Berechnungen kommt für seine Beschleunigung eigentlich nur ein kometenartiges Ausgasen infrage, das durch die Erwärmung seiner eisigen Oberfläche durch die Sonne entsteht. Das sorgt für einen gewaltigen Rückstoß, der die aufgezeichnete Flugbahn von 1I/'Oumuamua schlüssig erklären kann.

 

 „Kometen, die sich wahrscheinlich in den äußeren Regionen anderer Planetensysteme gebildet haben, könnten vielleicht der Schwerkraft ihres Zentralgestirns entkommen und leichter in den interstellaren Raum eindringen als ein Asteroid", erklärt Professor Sara Russell vom Londoner Natural History Museum auf BBC News. „1I/'Oumuamua und andere interstellare Wanderer, die unser Sonnensystem besuchen, könnten uns möglicherweise hervorragende Hinweise auf die Natur und Zusammensetzung anderer Planetensysteme geben. Letztendlich können diese Objekte uns zeigen, ob unser Sonnensystem einzigartig ist oder lediglich eines von vielen bewohnbaren Systemen in unserer Galaxie."

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: ESO/M. Kornmesser

 

VIDEO: 

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