27.08.2019

NASA ermittelt im ersten mutmaßlichen Verbrechen im All

Der Fall gilt als einzigartig, denn es ist das erste Mal, dass jemand beschuldigt wird, ein Verbrechen an Bord der Internationalen Weltraumstation (ISS) begangen zu haben.

 

Die US-amerikanische Astronautin Anne Charlotte McClain, die am 24. Juni nach einem 7-monatigen Aufenthalt auf der ISS zur Erde zurückkehrte, wird beschuldigt, von der Internationalen Raumstation aus unberechtigt auf das Bankkonto ihrer ehemaligen Lebensgefährtin zugegriffen zu haben, um sie auszuspionieren. McClain räumt zwar ein, dass sie sich in das Konto eingeloggt habe, bestreitet aber jegliches Fehlverhalten.

Wie The Guardian berichtet, hat ihre ehemalige Partnerin, Summer Worden, eine Klage bei der Federal Trade Commission eingereicht und gegenüber der US-Bundesbehörde behauptet, dass McClain ihr Bankkonto ohne ihre Zustimmung zugegriffen habe. Laut Worden wurde sich von einem mit der NASA verbundenen Computernetzwerk aus in ihr Konto eingeloggt. Ein Familienmitglied reichte ebenfalls eine interne Klage im Büro des NASA-Generalinspekteurs ein und beschuldigt McClain des Identitätsdiebstahls und des illegalen Zugangs zu Wordens privaten Finanzunterlagen.

 

Der Streit ergibt sich offenbar aus der komplexen Verflechtung der Finanzen während der Zeit ihres Zusammenlebens. So hatte McClain vor der Trennung geholfen, Wordens jungen Sohn aus einer früheren Beziehung aufzuziehen und sie auch dabei finanziell unterstützt. Laut ihrem Anwalt Rusty Hardin bestreitet McClain mit aller Entschiedenheit, etwas Unangemessenes getan zu haben Er erklärte, dass seine Mandantin nur auf das Bankkonto zugegriffen habe, weil sie sich vergewissern wollte, dass die finanzielle Situation der Familie in Ordnung war und genügend Geld zur Verfügung stand, um die Rechnungen zu bezahlen und sich um Wordens Sohn zu kümmern. Sie habe nicht gewusst, dass ihr Worden zwischenzeitlich die Vollmacht für das Konto entzogen hatte.

 

Die fünf Raumfahrtagenturen, die am Bau und Betrieb der Raumstation beteiligt sind - USA, Russland, Japan, Europa und Kanada - haben Verfahren zur Behandlung rechtlicher Fragen festgelegt, die sich durch Astronauten während ihres Aufenthaltes auf der ISS ergeben.

 

Allerdings erklärte Mark Sundahl, Direktor des Global Space Law Center an der Cleveland State University, dass er keinen Präzedenzfall über ein Verbrechen im Weltall kenne. Und auch die NASA sagt, dass sie bisher noch nie in rechtlichen Unstimmigkeiten auf der Raumstation ermitteln mussten.

 

© Fernando Calvo*, Foto: NASA

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