20.12.2018

NASA will Ozean von Jupitermond Europa erforschen

Die NASA setzt sich für eine neue Mission ein, um tief unter die eisige Kruste von Jupiters Mond Europa einzutauchen und dort nach Spuren von Leben zu suchen.

 

Wenn es darum geht, Anzeichen außerirdischen Lebens in unserem eigenen Sonnensystem aufzuspüren, wird ein Ziel als besonders aussichtsreich eingestuft: Jupitermond Europa - eine Welt, von der angenommen wird, dass sie einen potenziell lebensfreundlichen Ozean aus flüssigem Wasser beherbergt, der tief unter einer dicken eisigen Außenhülle verborgen liegt.

 


 

Nun hat das multidisziplinäre COMPASS-Team des Glenn Research Centers der NASA mit ihrer Studie einen Vorschlag für eine ehrgeizige neue Mission vorgelegt, bei der sich ein nuklearbetriebenes »Tunnelbot« (Tunnelsonde) durch die zwischen 2 und 30 Kilometer dicke Eisschicht von Europa schmelzen könnte, um in seinem vermuteten verborgenen Ozean nach Spuren von Leben zu suchen.

 

Die Konzeptstudie, die sich mit jenen Technologien befasst, die für eine solche Mission erforderlich wären, schlägt vor, die Sonde mit radioaktiven »Steinen« auszustatten und damit die notwendige Hitze zu erzeugen, um so einen Durchgang für die Sonde durch das Eis zu schmelzen. Ein separater Lander, der mit der Sonde verbunden wäre, könnte die Analyse-Ergebnisse an die Erde weiterleiten.

 

Die Mission wäre sehr umfangreich, teuer und komplex, doch theoretisch mit der heutigen Technologie realisierbar. „Wir haben uns keine Sorgen darüber gemacht, wie es unser Tunnelbot nach Europa schaffen oder ins Eis gebracht werden könnte", erklärt Andrew Dombard von der University of Illinois in Chicago im Fachjournal Phys.org. „Wir gingen einfach davon aus, dass es dorthin gelangen könnte und konzentrierten uns mehr darauf, wie es mit dem Abstieg zum Ozean funktionieren würde."

Künstlerische Illustration vom geplanten »Tunnelbot«.
Künstlerische Illustration vom geplanten »Tunnelbot«.

Ob die Mission jedoch jemals durchgeführt wird, ist unklar - insbesondere angesichts der Kosten und des Kontaminationspotenzials, da die Sonde eine Kernenergiequelle enthalten würde. Aus heutiger Sicht sind derzeit zwei Orbitalmissionen für Europa geplant - der Europa Clipper der NASA, der 2023 starten soll, und das Ocean Worlds Exploration Program der ESA, das für 2022 geplant ist.

 

Sollte die vorgeschlagene Tunnelsonde tatsächlich realisiert werden, dürfte sie also sehr wahrscheinlich erst viel später Richtung Europa starten, wenn die vorgenannten Projekte abgeschlossen sind.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Alexander Pawlusik, LERCIP Internship Program NASA Glenn Research Center

 

VIDEO: 

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