02.05.2018

Niederländer wollen aus Asteroiden Raumschiffe bauen

Ein Team der Technischen Universität Delft in den Niederlanden hat den Vorschlag unterbreitet, einen Asteroiden auszuhöhlen, um ihn als Raumschiff zu nutzen und damit zwischen den Sternen zu reisen.

 

Es mag wie aus einem Science Fiction-Roman von Arthur C. Clarke klingen, aber die Idee, Asteroiden als Gerüst für interstellare Generationenraumschiffe zu verwenden, könnte tatsächlich einen gewissen Wert haben. Das Konzept wurde von den niederländischen Studenten und Forschern auf »Evolving Asteroid Starship« getauft, sie selber bezeichnen sich als das »TU Delft Starship Team« (DSTART).

 

Und in der Tat, angesichts der Zeit, die eine solche Reise in Anspruch nehmen würde, wäre eine derartige langfristige Nachhaltigkeit von entscheidender Bedeutung in der Raumfahrt. „Wir brauchen eine selbstversorgende und ausbaufähige Weltraumtechnologie, die in der Lage ist, die vielen Jahrzehnte der Reise von unserem Sonnensystem zu einem anderen zu überstehen", erklärt Teamgründer Angelo Vermeulen auf Inquisitr.com. „Wir betrachten es als Teil jener Art regenerativer Lebenserhaltungssysteme, wie sie auch von dem MELiSSA-Programm (Micro-Ecological Life Support System Alternative) der ESA entwickelt wurden.“

 

Das Team kommt auch zu der Ansicht, dass sich ein solches »Asteroiden-Raumschiff« so ähnlich wie ein lebender Organismus verhalten müsste. „Ein Raumschiff müsste also auch in der Lage sein, sich weiterentwickeln zu können. Denn eine Rückkehr zur Erde, um nachträglich Probleme zu beseitigen, wie wir es bei Missionen zum Mond gesehen haben, kommt nicht in Frage. Das Schiff muss sich wie ein lebender Organismus verhalten, der im Weltraum auf verfügbare Rohstoffe wie Asteroiden zugreift. Diese könnten zum Beispiel als Brennstoff und Baumaterial genutzt werden", so Vermeulen

 

Die Idee an sich ist nicht ganz neu, die US-Weltraumbehörde NASA hatte 2016 die Idee des US-Startups »Made in Space Inc.« finanziell unterstützt, die einen Asteroiden zu einem Raumschiff umwandeln will (wir berichteten). Ihr Konzept »Reconstituting Asteroids into Mechanical Automata« (RAMA) soll einen effektiven Abbau von wertvollen Rohstoffen wie Gold, Platin, Titan, Nickel und auch Wasser auf Asteroiden ermöglichen, indem man ihre 3D-Druck-Technologie einsetzt. Ihr Plan sieht folgendermaßen aus: Die Robotersonde »Seed Craft« wird zu einem Asteroiden geschickt, wo die Künstliche Intelligenz dann die benötigten Rohstoffe abbaut. Anschließend kommt dann der 3D-Drucker zum Einsatz, der die Antriebstechnologie sowie ein Steuerungselement für den Asteroiden anfertigt.

 

So wäre dann der Kleinstplanet befähigt, wie ein autonomes Raumschiff durchs All zu fliegen und beispielweise selbstständig eine Minenstation anzusteuern. Mit dieser Methode wäre der Asteroiden-Bergbau deutlich günstiger, als wenn man die Rohstoffe auf konventionellen Wegen mit Raumschiffen transportieren würde.

 

© Fernando Calvo*, Foto: Made in Space

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