29.11.2019

Nixon-Trauerrede zum »Apollo-11-Unfall« veröffentlicht

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen Videoclip erstellt, der zeigt, wie der ehemalige US-Präsident Richard Nixon das Scheitern der Apollo 11-Mission verkündet.

 

Die älteren unter uns können sich vielleicht noch daran erinnern, wie die beiden Astronauten Neil Armstrong und Edwin »Buzz« Aldrin am 20. Juli 1969 während ihres Landeanflugs mit der Landefähre namens »Eagle auf der Mondoberfläche in eine lebensbedrohliche Situation gerieten, als auf ihrer Konsole plötzlich eine gelbe Warnleuchte aufleuchtete, die den Fehlercode »1202« auf dem Display anzeigte. Die Astronauten hatten jedoch noch nie etwas von diesem Fehler gehört, sodass sie nicht wussten, damit umzugehen und befürchteten, dass der Computer bald abstürzt - auch die Experten in Houston waren zunächst ratlos.

Als der Computer die Landefähre anschließend auch noch an der Seite eines Kraters landen lassen wollte, wo sich riesige Felsbrocken befanden, entschloss sich Armstrong, die Automatik auszuschalten und manövrierte den »Eagle« mit der Handsteuerung über den Krater hinweg auf einen geeigneten Landeplatz. Viel Zeit blieb ihm aber nicht mehr, denn der unplanmäßig längere Flug hatte mehr Treibstoff verbraucht als einkalkuliert worden war.

 

Am Ende landeten die beiden Astronauten sicher auf unserem Trabanten und es kam zu dem historischen Armstrong-Zitat: „Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit.” Auch die Rückkehr zur Erde überstanden Neil Armstrong, Edwin »Buzz« Aldrin und Michael Collins ohne weitere Zwischenfälle wodurch ihre Apollo-Mission schließlich als erfolgreich in die Geschichte einging.

 

Nun haben Wissenschaftler am MIT ein so genanntes Deepfake-Video erstellt, das zeigt, was der US-Präsident der Öffentlichkeit gesagt hätte, wenn der »Eagle« mit den Astronauten auf der Mondoberfläche zerschellt wäre. Mit Deepfake bezeichnet man eine Technik, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz täuschend echt wirkende Bilder oder Videos erzeugt.

 

Das Filmmaterial zeigt Nixon, wie er im Fernsehen die schlechte Nachricht verkündigt und sieht verblüffend echt aus. Tatsächlich steckt aber nicht nur eine revolutionäre Software dahinter, sondern auch die Mitwirkung eines Schauspielers. Dieser hat drei Stunden lang Nixons Worte rezitiert, um eine perfekte Synthese seiner Stimme zu erschaffen. Anschließend wurden die Videokomponenten durch die Kombination von Teilen zweier Videos zusammengefügt - eines stammt von einer Nixon-Originalrede und das andere von einem Schauspieler, der die gefälschte Mond-Ansprache hält. Das Ergebnis, das unten im Video zu sehen ist, sieht unglaublich überzeugend aus.

Zweck der ganzen Sache dürfte sicherlich sein, aufzuzeigen, welche technische Möglichkeiten heutzutage verfügbar sind und dass man sich nie sicher sein kann, ob das, was man sieht und hört, auch der Realität entspricht.

 

Aber der damalige amerikanische Präsident Nixon hatte tatsächlich bereits eine Rede für den möglichen Unglücksfall auf dem Mond vorbereitet - inklusive einem Nachruf auf die heldenhaft gestorbenen Astronauten. Der erste Satz lautete: „Das Schicksal hat bestimmt, dass die Männer, die zum Mond geflogen sind, um ihn friedlich zu erforschen, dort in Frieden ruhen werden.“ Und wie der Apollo 11-Astronaut Edwin »Buzz« Aldrin später in Interviews offenbarte, war diese vorformulierte Todesnachricht nur ein Teil der Vorbereitungen für den Ernstfall. Die US-Regierung habe die Raumfahrtbehörde NASA angewiesen, bei einer eintretenden Katastrophe sofort den Kontakt zu den Astronauten zu unterbrechen, damit es keine Zeugen gibt.

 

© Fernando Calvo*, Foto: NASA

 

VIDEO:

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