10.01.2018

SpaceX: Geheimer US-Militärsatellit offenbar verschollen

Nachdem das private Raumfahrtunternehmen SpaceX am Sonntag noch den ersten Raketenstart des Jahres gefeiert hatte, häufen sich nun die Meldungen, dass der an Bord befindliche, geheime US-Militärsatellit den geplanten Erdorbit nicht erreicht habe. Doch gibt es widersprüchliche Berichte darüber, was genau passiert sein soll, weshalb die tatsächliche Situation zu dem Fall unklar bleibt.

 

Unter dem Codenamen »Zuma« hob am vergangenen Sonntagabend 20 Uhr Ortszeit (Montagmorgen um 2 Uhr mitteleuropäischer Zeit) eine Falcon-9-Rakete vom Startgelände in Cape Canaveral (Florida) zu einer geheimen Regierungsmission ab. Die Northrop Grumman Corporation, ein US-amerikanisches Unternehmen, das hauptsächlich Rüstungstechnik für die Schiff-, Luft- und Raumfahrt sowie Informationstechnologie  herstellt, arrangierte den Start mit SpaceX im Auftrag der Regierung und man weiß lediglich, dass die Rakete einen Satelliten in den Erdorbit befördern sollte. Zu seinem Verwendungszweck machten die Verantwortlichen keinerlei Angaben, sodass es offen bleibt, ob er einen militärischen oder zivilen Hintergrund hatte.

Der Start der Falcon 9-Rakete.
Der Start der Falcon 9-Rakete.

Nun brodelt die Gerüchteküche, dass der geheime Militärsatellit sein Bestimmungsziel nicht erreicht habe. So meldeten der US-Informationsdienst Bloomberg sowie das Wall Street Journal unter Berufung auf Regierungskreise, dass der Satellit nicht auffindbar und die Mission gescheitert sei. Allerdings liefern sie dazu zwei widersprüchliche Erklärungen, denn während Bloomberg behauptet, dass eine Fehlfunktion der zweiten Raketenstufe den Verlust des Satelliten verursacht hätte, ist laut dem Wall Street Journal die misslungene Abkopplung des Satelliten Schuld für das Scheitern gewesen. Da in den nächsten Wochen ungünstige Konstellationen die Himmelsbeobachtung erschweren, werden auch Amateurastronomen nicht in der Lage sein, den Orbit nach dem Satelliten abzusuchen und die Gerüchte entweder zu bestätigen oder zu widerlegen. Sollte der Satellit tatsächlich nicht planmäßig abgetrennt worden sein, wäre es möglich, dass er zurück auf die Erde gestürzt ist. SpaceX-Chef und Milliardär Elon Musk hat selbst noch kein offizielles Statement abgegeben und auch seine Geschäftsführerin Gwynne Shotwell äußerte sich nur knapp über e-Mail dazu: „Aufgrund der klassifizierten Art der Nutzlast ist kein weiterer Kommentar möglich."

 

Dadurch werden Spekulationen natürlich alle Türen geöffnet, denn viele sehen in dieser stillschweigenden Haltung der Verantwortlichen den Verlust des Satelliten als bestätigt. Das wäre ein weiterer herber für SpaceX, das in den letzten Jahren einige Rückschläge hinnehmen musste und eigentlich noch diesen Monat den ersten Start einer Falcon-Heavy-Rakete ins Auge fasst (mehr dazu hier).

 

Dabei schien alles perfekt gelaufen zu sein und SpaceX veröffentlichte sogar noch ein Video vom Start ihrer Falcon 9-Rakete mit dem Satelliten als Fracht (siehe unten).

 

© Fernando Calvo*, Foto: SpaceX

 

VIDEO:

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