04.05.2018

Stephen Hawking's letzte Arbeit zum Urknall publiziert

Der Astrophysiker Stephen Hawking hatte seine letzte Arbeit zur Urknalltheorie noch kurz vor seinem Tod am 14. März abgeschlossen, nun wurde sie veröffentlicht.

 

Am vergangenen Freitag wurden Hawking’s letzte Gedanken zur Geburt des Universums - dem Urknall - im Fachjournal Journal of High Energy Physics veröffentlicht. Die wissenschaftliche Abhandlung wurde bereits vor seinem Tod eingereicht und entstand in Zusammenarbeit mit dem Physiker Thomas Hertog von der Katholieke Universiteit Leuven in Belgien. In der neuen Theorie kommen die beiden Wissenschaftler zu dem Schluss, dass das Universum nicht unendlich ist und viel einfacher aufgebaut ist als es in den meisten Urknalltheorien vorausgesetzt wird.

 

In ihrer Abhandlung versuchen sie die von den meisten Kosmologen bevorzugte Theorie zu widerlegen, nach der sich unser Universum bereits wenige Sekundenbruchteile nach dem Urknall extrem schnell aufgebläht habe und die Inflation des Universums ewig andauern würde, wobei lediglich wenige »Taschenuniversen« zum Stehen kommen. Nur in solchen »Taschenuniversen« sehen die Kosmologen bewohnbare Regionen und wir selber würden uns in einem derartigen lebensbefürwortenden Bereich des Universums befinden - allerdings auf ewig durch Bereiche ewiger Inflation von anderen »Taschenuniversen« isoliert.  

 

Hawking und Hertog stellen diese Theorie jedoch in Frage und schlagen stattdessen vor, dass diese multiplen Universen tatsächlich sehr ähnlich und daher nicht viel anders als unser eigenes Universum sein könnten. „In der alten Theorie gab es alle möglichen Universen: einige waren leer, andere waren voller Materie, einige expandierten zu schnell, andere waren zu kurzlebig", wird Hertog im The Guardian zitiert. „Es gab große Unterschiede. Das Rätsel war, warum wir genau in diesem besonderen Universum leben, in dem alles so gut ausbalanciert ist, damit Komplexität und Leben entstehen kann? Dieses Papier geht einen Schritt weiter, um diese geheimnisvolle Feinabstimmung zu erklären. Es reduziert das Multiversum auf eine überschaubare Menge von Universen, die alle gleich aussehen", erklärt er.

 

„Stephen würde sagen, dass es theoretisch fast so ist, als müsste das Universum zwangsläufig genau so sein, wie es ist. Es gibt uns die Hoffnung, dass wir zu einem vollständig prädikativen Rahmen der Kosmologie gelangen können", so Hertog

 

© Fernando Calvo*, Foto: NASA

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