07.09.2017

»Exorzist«-Regisseur zeigt Doku über echten Exorzismus

Über 40 Jahre nach seinem Filmklassiker »Der Exorzist« präsentiert Filmregisseur William Friedkin wieder einen Film zum Thema Besessenheit und Teufelsaustreibung - aber diesmal als Dokumentarfilm mit einem echten Exorzismus.

 

In seinem neuen Film »The Devil and Father Amorth«, der gerade auf den 74. Filmfestspielen von Venedig außer Konkurrenz gezeigt wird, begleitet Friedkin den im vergangenen Jahr verstorbenen vatikanischen Priester und Exorzisten Pater Gabriele Amorth bei einer Teufelsaustreibung an einer besessenen Frau. Wie Friedkin in einem Interview mit dem Magazin Variety verriet, war Pater Amorth ein großer Fan seines Filmes »Der Exorzist« - obwohl er die Spezialeffekte für etwas zu übertrieben hielt. Ihm erschien es als äußerst wichtig, den Menschen aufzuzeigen, dass das Böse jederzeit von ihnen Besitz ergreifen kann und er war der Meinung, dass die Kirche wesentlich mehr Exorzisten ausbilden müsste, um die vielen Fälle von Besessenheit in den Griff zu bekommen.

 

Darum war es für Friedkin nicht schwierig, von Pater Amorth die Genehmigung zu erhalten, einen von ihm durchgeführten Exorzismus mit der Kamera begleiten zu dürfen - obwohl der Vatikan solche Einblicke strikt ablehnt. Allerdings war die Erlaubnis an einige Bedingungen gebunden, so durfte Friedkin weder eine Filmcrew, noch Beleuchtung oder sonstiges Filmequipment mitbringen. Am Ende begleitete er nur mit einer HD-Digitalkamera ausgerüstet ganz alleine den Exorzismus und dokumentierte mit teilweise beängstigenden Bildern die Arbeit des berühmten Vatikan-Exorzisten an einer besessenen Frau.

 

Doch Friedkin begnügte sich nicht damit, nur den religiösen Aspekt von diesem Exorzismus-Fall zu zeigen und so spricht er auch mit Ärzten, um dem Phänomen Exorzismus und Besessenheit auf den Grund zu gehen. „Ich habe mit einigen der besten Neurologen und Hirnchirurgen in den Vereinigten Staaten gesprochen. Die Hirnchirurgen hatten keine Ahnung, unter was die Frau litt und keiner von ihnen hätte zu einer Operation geraten. Sie glauben, dass alles im Gehirn seinen Ursprung hat - und das sagen sie auch im Film -, sie haben solche Symptome wie diese noch nie gesehen. Dann die Psychiater ... sie alle beschrieben, wie die Psychiatrie Teufelsbesessenheit erkennt. Sie nennen es dissoziative Identitätsstörung/dämonische Besessenheit. Und wenn ein Patient kommt und sagt, dass er von einem Dämon oder Teufel besessen sei, sagen sie ihnen nicht, dass sie es nicht wären. Sie wenden die psychiatrische Therapie an, die sie für notwendig halten, einschließlich Medikamente. Und sie bringen einen Exorzisten in Spiel“, erklärte der Hollywoodregisseur.

 

Ob und wann der Dokumentarfilm auch in den deutschen Kinos zu sehen sein wird, wurde bisher noch nicht bekannt gegeben.

 

© Fernando Calvo*, Foto: 74th Venice International Film Festival 

William Friedkin mit Pater Gabriele Amorth
William Friedkin mit Pater Gabriele Amorth

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