06.06.2019

Fátima-Relikte aus italienischer Kirche gestohlen

Aus einer italienischen Kirche wurden unter anderem bedeutende Reliquien gestohlen, die einst zwei Seherkindern gehörten, die im Mittelpunkt der berühmten Marienerscheinungen von Fátima standen.

 

Bei den gestohlenen Gegenständen handelt es sich um Teile der vermeintlichen Kleidungsstücke von Francisco und Jacinta Marto, die zusammen mit ihrer Cousine Lúcia dos Santos eine Reihe von Erscheinungen der Jungfrau Maria erlebten und von ihr am 13. Juli 1917 drei Botschaften erhielten, die als die »Geheimnisse von Fatima« weltweit bekannt wurden.

 


 

Die Aussagen der drei Hirtenkinder zu ihren Begegnungen mit der Mutter Gottes wurden von der katholischen Kirche im Jahre 1930 als »glaubwürdig« erklärt und die Marto-Kinder von Papst Franziskus im Jahre 2017 heiliggesprochen - die Heiligsprechung von Lúcia dos Santos wird noch geprüft.

 

Die Kleidungsstücke waren im Rahmen einer Wanderausstellung in ganz Italien unterwegs, weil man den Menschen im Lande die Möglichkeit geben wollte, die Reliquien der heiliggesprochenen Kinder verehren zu können. Es handelt sich um kleine Stofffragmente von Kleidungsstücken und gelten als Reliquien zweiter Klasse, also Gegenstände, mit denen Heilige zu Lebzeiten in Berührung gekommen sind.

 

Allerdings nahmen die Dinge für die vielen Gläubige eine traurige Wendung, denn während sich die Artefakte am 28. Mai in einer Kirche der Gemeinde »Gesu Divino Salvatore« in der Stadt Verona befanden, nutzten Diebe die Gelegenheit und stahlen nicht nur die Reliquien der Seherkinder, sondern zudem die Krone und den goldenen Rosenkranz einer in der Kirche ausgestellten Madonnen-Statue. Wie Pater Andrea Ronconi, der die Pfarrei leitet, auf Corriere della Sera beklagte, kann er die dreiste Tat nicht verstehen, da die Gegenstände überhaupt keinen großen materiellen Wert haben, für viele Christen jedoch von unbezahlbarer Bedeutung sind und man sie dadurch nicht nur gedemütigt, sondern ihnen auch das Herz gebrochen habe.

 

Glücklicherweise könnte der Fall schon bald gelöst werden, denn Überwachungskameras haben alles aufgenommen und die Aufnahmen legen den Verdacht nahe, dass zwei Männer den Diebstahl begangen haben. Jetzt hofft man, die beiden Verdächtigen so schnell wie möglich aufzuspüren, bevor sie die Relikte auf dem Schwarzmarkt an einen skrupellosen Sammler verkaufen, der ein Andenken von dem »himmlischen« Fátima-Ereignis sein Eigen nennen möchte.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Gemeinfrei

Die Kinder Jucinta, Lucia und Francisco, die Zeugen der Marienerscheinungen im Jahre 1917.
Die Kinder Jucinta, Lucia und Francisco, die Zeugen der Marienerscheinungen im Jahre 1917.

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