02.04.2017

Historiker: Das ist die einzige echte Abbildung von Jesus

Der britische Historiker Ralph Ellis will auf einer Münze aus dem 1. Jahrhundert nach Christus die erste und einzige richtige Abbildung von Jesus identifiziert haben.

 

Ralph Ellis hat sich über 30 Jahre lang mit der biblischen und ägyptischen Geschichte beschäftigt und schon umfangreiche Literatur dazu veröffentlicht. Wie die britische Zeitung Daily Mail berichtet, will der 59-Jährige nun auf einer Münze aus dem 1. Jahrhundert nach Christus die einzige authentische Abbildung von Jesus Christus erkannt haben. Es handelt sich um eine 24 mm große Münze, von der die Wissenschaftler ausgehen, dass sie König Ma‘nu VIII. von Osrhoene (Edessa) abbildet, der von 139 bis 163 n. Chr. im Gebiet der heutigen südöstlichen Türkei regierte. Ellis ist da anderer Meinung und entgegnet, dass die Münze älter sei und in Wirklichkeit König Ma‘nu VI. zeige, der rund 70 Jahre früher regiert habe und mit Jesus Christus gleichzusetzen wäre. Für ihn sind Ma‘nu VI. und der biblische Jesus Christus ein und dieselbe Person gewesen.

 

Er begründet es damit, dass er in Biografien von Ma‘nu VI. und Jesus diverse Übereinstimmungen und Überschneidungen entdeckt habe, die unmöglich nur auf den reinen Zufall beruhen können. Und für ihn stelle deshalb die Person auf der Münze eindeutig Jesus Christus dar, der später als König Isas Manu sowie Jesus Emmanuel bekannt wurde. Er weist auch darauf hin, dass die Könige von Osrhoene als Zeichen ihrer Macht eine Dornenkrone trugen, wie sie auch Jesus von den Römern spöttisch aufgesetzt wurde. Und auch sein purpurrotes Gewand sei als traditionelle purpurfarbene Bekleidung von den Herr- schern von Osrhoene übernommen worden.

 

Bei seinen langjährigen Studien will Ellis zudem Hinweise darauf gefunden haben, dass Jesus keineswegs der Friedensstifter war, als der er oft dargestellt wird, sondern zwischen den 30er- und 60er-Jahren n. Chr. eine entscheidende Rolle im jüdisch-römischen Krieg spielte. Er war ein König, der 68 n. Chr. zu Tode kam, weil er das Römische Reich provoziert und herausgefordert hatte. Seiner Meinung nach müsste der heute allgemein gültige Lebenslauf von Jesus um 30 Jahre nach vorne korrigiert werden.

 

Ob das nun tatsächlich die erste und einzige Abbildung von Jesus ist, wird wohl unter Historikern weiterhin kontrovers diskutiert werden. Tatsache ist jedoch, dass Jesus zwar eine der meist abgebildeten Persönlichkeiten in der westlichen Kultur ist, es aber keine einzige verlässliche Quelle gibt, die sein Aussehen beschreibt - auch nicht die Bibel. Dass er diese typi- schen langen Haare und weiße Gewänder trug, wurde erst von Künstlern im sechsten Jahrhundert nach Christus angenommen.

 

Übrigens, die wahrscheinlich bislang älteste Darstellung von Jesus soll im südspanischen Andalusien entdeckt worden sein (wir berichteten). Auf einer Glasplatte aus dem vierten Jahr- hundert sieht man einen Jesus, der völlig anders aussieht als man es gewohnt ist. Er trägt kurzes Haar, ist glatt rasiert und mit einer Toga bekleidet, wie sie damals von den Philosophen in Rom und Griechenland getragen wurde.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Münzen und Medaillen GmbH

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