14.07.2019

Papst erkennt Wunder eines verstorbenen »TV-Bischofs« an

Papst Franziskus hat ein Wunder anerkannt, dass dem 1979 verstorbenen Erzbischof Fulton J. Sheen zugeschrieben wird. Nun steht seiner Seligsprechung nichts mehr im Weg.

 

Fulton J. Sheen wurde am 8. Mai 1895 in El Paso, US-Staat Illinois, geboren und wuchs dort in Peoria auf, wo er schließlich auch 1919 zum Priester geweiht wurde. Er entdeckte sehr schnell sein außergewöhnliches Talent für die damals neuen Medien und so gestaltete er ab 1930 eigene Sendungen im Radio und ab 1951 – als Weihbischof - sogar im Fernsehen, mit denen er regelmäßig mehr als 30 Millionen Zuschauer erreichte und den Menschen das Evangelium näherbrachte. In 1966 wurde er von Papst Paul VI. zum Bischof von Rochester ernannt, doch aufgrund seiner kritischen Haltung gegenüber der US-Regierung bezüglich des Vietnamkrieges, verzichtete er 1969 auf den Bischofsstuhl und trat zurück. Er starb am 9. Dezember 1979 im Alter von 84 Jahren in seiner New Yorker Privatkapelle beim Gebet vor dem Tabernakel.


Wie der Vatikan nun bekannt gab, erkennt die katholische Kirche nun an, dass Sheen nach seinem Tod das Leben eines Babys in Illinois gerettet hat, dessen Herz nach 61 Minuten Stillstand wieder zu schlagen begonnen hatte. Dieses Ereignis fand zwar bereits 2010 statt, doch die kanonische Untersuchung durch die Diözese hatte bis zum heutigen Tag gedauert, um festzustellen, ob tatsächlich ein Wunder geschehen war oder nicht. Die Seligsprechung von Sheen hatte sich wegen eines Rechtsstreits um seine sterblichen Überreste verzögert. Die befanden sich nämlich bis Ende Juni in der New Yorker St.-Patrick's-Kathedrale, obwohl bereits in 2016 ein Gericht entschieden hatte, der Klage der Nichte des Verstorbenen stattzugeben und die Umbettung des Leichnams von New York in Sheens Heimatbistum Peoria zu gestatten. Allerdings weigerte sich die Erzdiözese New York gegen die Umbettung und verwies darauf, dass Sheen in New York bestattet werden wollte. Ein New Yorker Gericht bestätigte nun in letzter Instanz die Verlegung und die Gebeine des »TV-Bischofs« ruhen nun dort in der Kathedrale von Peoria (Illinois).

 

In der katholischen Kirche ermöglicht erst die Anerkennung eines Wunders durch den Verstorbenen seine Seligsprechung, um den formalen Status der Heiligsprechung zu erhalten, ist ein zweites Wunder erforderlich. „Es ist wirklich erstaunlich, wie Gott weiterhin Wunder bewirkt", sagte Bischof Daniel Jenky gegenüber dem The Independent.

 

Ein genauer Termin für die Seligsprechung von Sheen steht noch nicht fest, aber es wird erwartet, dass es schon sehr bald sein wird.

 

 

© Fernando Calvo*, ABC Radio

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