20.07.2018

Studie stellt die Echtheit des Turiner Grabtuchs in Frage

Eine neue forensische Untersuchung stellt die Echtheit des Turiner Grabtuchs erneut in Frage, denn die Ergebnisse der Forscher deuten darauf hin, dass das auf dem Tuch dargestellte Bild eine Fälschung ist.

 

Bei dem Turiner Grabtuch handelt es sich um ein 4,36 Meter langes und 1,10 Meter breites Leinentuch, auf dem der Körper eines Menschen sowohl in der Vorder- als auch in der Rückansicht abgebildet ist. Allgemein wird das Alter auf die Zeit zwischen 1260 und 1390 n. Chr. gesetzt, doch es gibt auch Experten wie der Psychiater und Sindonologe Alan Whanger, der dieser Datierung widerspricht. Er hatte das Grabtuch einer speziellen Analyse namens Polarized Image Overlay Technique (PIOT) unterzogen und kam zu der Schlussfolgerung, dass es sich bei dem Turiner Grabtuch um ein echtes Artefakt aus der Zeit des ersten Jahrhunderts handele und es einen gekreuzigten, erwachsenen Mann zeige (wir berichteten).

 

Nun haben Matteo Borrini von der englischen John Moores University und Luigi Garlaschelli von der italienischen Skeptikerbewegung »Comitato Italiano per il Controllo delle Affermazioni sulle Pseudoscienze« (CICAP) ebenfalls eine neue Studie dazu veröffentlicht.

 

Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler den Körper menschlicher Probanden mit kleinen Schläuchen präpariert und die Kreuzigungswunden aus verschiedenen Positionen nachgestellt, um zu sehen, wie sich das künstliche Blut verteilte. Man wollte auf diese Weise vergleichen, ob sie mit denen des Turiner Grabtuches übereinstimmen. Zusätzlich ahmten sie auch die Stichwunde in der rechten Rippe nach, die in der Kreuzigungsgeschichte erwähnt wird, hierzu nahmen sie jedoch eine Schaufensterpuppe als Modell.

 

Nach Abschluss ihrer Experimente kamen sie zu dem Schluss, dass die auf dem Tuch befindlichen Blutflecken nicht aus Wunden eines horizontal liegenden Körper stammen können. Eine weitere Ungereimtheit fanden die beiden Forscher auch in den Blutspuren an sich, die im gegenseitigen Widerspruch stehen und teils nur theoretisch dadurch erklärt werden könnten, wenn das Opfer während des Blutverlustes eine vertikale Körperposition eingenommen hätte. Zudem fanden sich Spuren, die überhaupt nicht erklärbar waren.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: shroud.com

Ein Negativbild vom Turiner Grabtuch.
Ein Negativbild vom Turiner Grabtuch.

* Die Beiträge unterliegen dem Urheberrechtsschutz und das Kopieren ist nur für nichtkommerzielle Zwecke und dem deutlich sichtbaren Hinweis auf den Autor und dem Direktlink zu http://terra-mystica.jimdo.com gestattet. Siehe unsere Urheberrechtsbestimmungen. 

_______________________________________________________________

Mystery-Magazin

Ausgabe Sept./Oktober 2019

Preis: 8,90 €

(Versandkostenfrei in Europa)

NEXUS-Magazin

Ausgabe Okt./Nov. 2019

Preis: 8,90 €

(Versandkostenfrei in Europa)

RAUM & ZEIT

Ausgabe  Sept./Okt. 2019

Preis: 9,90 €

(Versandkostenfrei in Europa)

Nostalgieanlage  mit Plattenspieler/CD/Radio/Kassette

Preis: 219,00 €

(Versandkostenfrei in Europa)

Hanf-Öl Tropfen

Preis: 49,99 €

(Versandkostenfrei in Europa)

Terra Mystica

eBook

ca. 232 Seiten mit vielen Abbildungen für 6,99 € inkl. MwSt.

Hier bestellen:

amazon.de