21.05.2018

Verborgene Artefakte in japanischer Statue entdeckt

Nach Angaben des japanischen Staatssenders NHK Newsline haben Experten eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Zahlreiche Schriftrollen und Artefakte, die im Innern einer antiken, buddhistischen Statue verborgen wurden.

 

Die Entdeckung erfolgte, als Wissenschaftler der Nara National University in Japan die 73 cm hohe Statue des Bodhisattva untersuchten. Normalerweise wird sie im Hokkeji-Tempel in der alten japanischen Hauptstadt Nara aufbewahrt und die Forscher durften sie nur unter der Voraussetzung zur Untersuchung mitnehmen, dass sie nicht beschädigt wird. Die Experten waren völlig überrascht, während ihrer CT-Scans etwa 180 Artefakte im Inneren des Objekts zu entdecken. Rund 150 Artefakte - hauptsächlich Schriftrollen - waren im Körper der Statuette und weitere dreißig in deren Kopf versteckt worden. Dies wirft die Frage auf, warum diese Gegenstände dort verborgen und offenbar vergessen wurden, denn nicht einmal der Oberpriester des Tempels ahnte, dass die Figur solche Schätze enthielt. Andererseits war es nicht unüblich, dass im antiken Asien Gegenstände oder sogar Mumien in buddhistischen Statuen verborgen wurden.

Die Statuette des Bodhisattva

Der Hokkeji-Tempel wurde im 8. Jahrhundert n. Chr. erbaut, als der Buddhismus sehr populär wurde. Damals war Nara eines der Zentren buddhistischer Aktivitäten in Japan. Der Tempel beherbergt viele Schätze und diese Statue mit den verborgenen Artefakten ist nur eines der vielen seltenen und wertvollen Objekte, die an dieser Stätte aufbewahrt werden.

 

Die Statue selbst stellt Monju Bosatsu dar, einen Bodhisattva, also eine Person, die sich entschieden hat, nicht ins Nirvana zu gehen oder ein Buddha zu werden, um so der Menschheit dabei zu helfen, ihrem Leid zu entfliehen. Die Statue soll etwa sieben Jahrhunderte alt sein und befindet sich bereits seit vielen Jahren im Besitz des Tempels. Monju Bosatsu wird mit der Weisheit in Verbindung gebracht und für seine Fähigkeit verehrt, Menschen zu helfen, erleuchtet zu werden. In der Regel wurde er immer als Jugendlicher und auf Schriftrollen oft mit einem Schwert in der Hand dargestellt, das seine Fähigkeit symbolisieren soll, Unwissenheit und Illusionen zu durchtrennen. Der Bodhisattva wird als einer der vier großen Bodhisattvas verehrt und wurde in der buddhistischen Kunst vieler Länder Ostasiens dargestellt.

 

Die nun entdeckten Artefakte sind zweifellos von großem historischem und archäologischem Interesse, doch sie können derzeit nicht näher untersucht werden, da sie in der Statue von Monju Bosatsu versiegelt worden sind. Dadurch steckt das Wissenschaftlerteam in einem Dilemma, denn, sollten sie die seltene Figur beschädigen, um der Welt den verborgenen Schatz zu zeigen, oder die Schriftrollen und Gegenstände einfach da lassen, wo sie sind? Laut Newsweek ist es noch nicht klar, wie man sich entscheiden wird.

 

Derzeit kann die Statue des Monju Bosatsu noch rund zwei Wochen im Nationalmuseum von Nara besichtigt werden

 

© Fernando Calvo*, Fotos: NHK Newsline

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