60% der Menschen haben Kontakt zu ihrem toten Partner

In 2016 stellte der italienische Psychiater Paolo Brambilla gemeinsam mit seinem brasilianischen Kollegen J.C. Soares in einer Studie fest, dass es nicht ungewöhnlich sei, seinen verstorbenen Lebenspartner zu sehen, zu hören oder gar zu spüren.

 

Ihre damals im Journal of Affective Disorders veröffentlichten Ergebnisse waren das Resultat einer Befragung zum Thema »Leben nach dem Tod?«, bei der Witwen und Witwer nach deren Erfahrungen oder Erlebnisse gefragt wurden, die sie nach dem Tod ihres Partner gemacht haben.

 

Paranormale Erlebnisse, die mit dem Tod eines geliebten Menschen zusammenhängen, sind gar nicht so selten und ungewöhnlich, wie man vermuten würde. Wissenschaftler der Universität von Mailand haben hierzu eine umfangreiche Studie durchgeführt, um solche Fälle von Nachtod-Kontakte (NTK) zu untersuchen. „Insgesamt gab es Beweise für eine auffallend hohe Prävalenz von NTKs - im Bereich von 30% bis 60% - unter den verwitweten Personen, was dem Phänomen eine Übereinstimmung und Gesetzmäßigkeit verleiht", erklärten die Forscher.

 

Auch Dr. Jacqueline Hayes von der University of Roehampton in London hat das Phänomen über viele Jahre hinweg untersucht, zieht es aber vor, dafür lieber den Begriff »Experiences of Continued Presence« (ECP) zu benutzen, was auf Deutsch so viel wie »Erfahrungen von fortgesetzter Anwesenheit« bedeutet. „Die Leute schildern Visionen, Stimmen, taktile Empfindungen, Gerüche sowie etwas, das wir das Gefühl einer Anwesenheit nennen und nicht unbedingt mit einem unserer fünf Sinne in Verbindung steht. Sie (die Erlebnisse, Anm. F. C.) geschehen unbeabsichtigt und nicht während jemand bewusst in Erinnerungen schwelgt. Sie sind für die Hinterbliebenen stets sehr bedeutend und setzen einige Aspekte der Beziehung zu dem geliebten Menschen fort. Manchmal verstärken sie sie sogar noch", sagte die Psychologin.

 

Zwar weiß man nicht, wie diese Erlebnisse bei den Betroffenen erklärt werden können, doch einige Forscher glauben, dass sie mit den Symptomen vergleichbar sind, wie sie von Patienten mit Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) berichtet werden. Dr. Hayes hingegen zweifelt das an und ist überzeugt, dass sich da wesentlich mehr abspielt. Sie argumentiert, dass dieses Phänomen auch erst viele Jahre nach dem Tod des geliebten Partners auftreten kann und somit nicht mit einem Trauma erklärt werden kann, das durch die Trauer unmittelbar nach dem Verlust des Menschen ausgelöst wurde.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Paramount Pictures 

Szene aus dem Film »Ghost - Nachricht von Sam«.
Szene aus dem Film »Ghost - Nachricht von Sam«.

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