05.08.2019

Den weltweit ersten Mensch-Affe-Hybriden erschaffen

Ein Wissenschaftlerteam, das aus ethischen Gründen in China forscht, hat erfolgreich menschliche Stammzellen in den Embryo eines Affen injiziert.

 

Da Spenderorgane knapp sind und Transplantationspatienten oft viele Jahre darauf warten müssen, suchen Wissenschaftler nach immer unorthodoxeren Wegen, um diese ständig wachsende Nachfrage zu erfüllen zu können. Und die Idee, einen Menschen und einen Affen zu kreuzen, um auf diese Weise innere Organe zu züchten, die für eine Transplantation in einen Menschen geeignet sind, wurde in der Vergangenheit bereits aufgegriffen – allerdings werden solche Experimente in den meisten Ländern als illegal angesehen.

Nun behaupten Wissenschaftler des US-amerikanischen Salk Institute und der Universidad Católica San Antonio de Murcia (UCAM), dass es ihnen gelungen sei, menschliche Stammzellen in den Embryo eines Affen »einzupflanzen«. Dazu nutzten sie gentechnisch veränderte Affenembryonen, um deren Gene zu deaktivieren, die für die Organbildung unerlässlich sind. Anschließend injizierten die Wissenschaftler in den Embryo menschliche Stammzellen, die in der Lage sind, sich zu jeder der mehr als 200 verschiedenen Zelltypen zu entwickeln. Somit ließe sich im Grunde jede Art von Gewebe des menschlichen Körpers bilden.

 

Der spanische Wissenschaftler Juan Carlos Izpisúa leitete diesen strittigen wissenschaftlichen Versuch und erklärte gegenüber der spanischen Nachrichtenseite El País, dass er zwar erfolgreich war, er in diesem speziellen Fall jedoch abgebrochen wurde, bevor das daraus resultierende Mensch-Affe-Hybrid-Wesen geboren wurde. Er und seine Kollegen hatten das Experiment extra in einem chinesischen Labor durchgeführt, da es in den anderen meisten Ländern als äußerst unmoralisch verurteilt wird.

 

Die größte Sorge der Kritiker ist, dass einige der menschlichen Stammzellen ihren Weg ins Tiergehirn finden und dort ein Bewusstsein entwickeln könnten. Doch Estrella Nunez von der UCAM und ebenfalls am Projekt beteiligt, versichert, dass spezielle Mechanismen geschaffen wurden, so dass menschliche Zellen, sollten sie tatsächlich ins Gehirn des Tieres gelangen, sich selbst zerstören würden.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

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