07.03.2019

Eine Spritze lässt im nahen Infrarotbereich sehen

Wissenschaftler haben erfolgreich bei Mäusen geschafft, ihnen die Fähigkeit zu geben, im nahen Infrarotbereich (NIR) sehen zu können, indem sie Nanopartikel in ihre Augen injizierten.

 

Die Forschungsarbeit, die von einem Team unter der Leitung von Tian Xue von der University of Science and Technology of China und Gang Han von der University of Massachusetts Medical School durchgeführt wurde, bestand darin, Nanopartikel in die Augen von Labormäusen zu injizieren, die sich an Fotorezeptorzellen verankerten und Wellen nah im Spektralbereich von Infrarot in sichtbares Licht umwandelten.

 

 

Wie die Wissenschaftler im Fachjournal Cell schreiben, soll diese zusätzliche Sehkraft etwa zehn Wochen angehalten haben, bevor sie nach und nach wieder nachließ, wobei die Mäuse jedoch nicht ausschließlich nur im nahen Infrarotbereich sehen konnten, sondern auch im ganz normalen Lichtspektrum sehen konnten. Sie sehen auch keinen Grund, warum diese Methode nicht auch mit dem menschlichen Auge funktionieren sollte und eröffnen so die Möglichkeit, zukünftig auch im Dunkeln ohne externe Hilfsmittel sehen zu können.

 

Diese umfangreichen Experimente lassen keinen Zweifel daran, dass Mäuse, die mit infrarotempfindlichen Nanopartikeln injiziert werden, die Fähigkeit erlangen, Infrarotlicht zu erkennen und visuelle Informationen daraus zu gewinnen", erklärte Prof. Vladimir J. Kefalov von der Washington University in St. Louis, der nicht an der Forschung beteiligt war. „Es ist jedoch nicht abzusehen, ob das Erreichen des praktischen Infrarotsehens beim Menschen eine wiederholte Injektion erfordert und, falls ja, ob eine solche chronische Behandlung langfristig negative Auswirkungen auf die Struktur und Funktion unserer Augen haben könnte."

 

Normalerweise bewegt sich der sichtbare Teil des elektromagnetischen Spektrums bei uns Menschen in den Wellenlängen zwischen ca. 380 und 780 Nanometer. Die Forscher erreichten durch die Injektion der speziellen Nanopartikel, dass die Mäuse Wellenlängen von 980 Nanometer aufnehmen und es in Licht im Bereich von 535 Nanometern umwandeln konnten. Für die Nager bedeutete dies, dass sie das (fast-)Infrarotlicht als die Farbe Grün wahrnahmen, was vergleichbar mit dem Sehen mit Nachtsichtbrillen ist, und gleichzeitig das Sehen im ganz normalen Lichtspektrum beibehielten.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

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