19.02.2018

Forscher züchten Hybrid-Embryo aus Mensch und Schaf

Immer mehr Forschungsprojekte zielen darauf ab, den vorherrschenden Mangel an Spenderorganen zu beheben, indem man neue Wege findet, menschliche Organe in Tieren zu züchten.

 

Um Transplantationspatienten zu helfen, die oft viele Jahre auf ihre Ersatzorgane warten müssen, gehen die Wissenschaftler immer ungewöhnlichere Wege. Um der stetig wachsenden Nachfrage gerecht werden zu können, müssen sie nach neuen Ideen suchen. Eines der vielversprechendsten Pläne hat tatsächlich das Potential, dieses Problem vollständig lösen zu können. Das Konzept: Man injiziert menschliche Stammzellen in ein Tier-Embryo mit dem Ziel, darin menschliche Organe wachsen zu lassen, die man später bei Bedarf für Transplantationen entnehmen kann, sobald das Tier erwachsen ist. Wie im The Guardian  berichtet wird, ist Dr. Pablo Ross von der University of California und seinem Team ein großer Durchbruch in dieser Richtung gelungen.

 

Die Wissenschaftler hatten hierzu menschliche Stammzellen in Schaf-Embryonen eingepflanzt. Obwohl bei den bisherigen Experimenten nur etwa 1 von 10.000 Zellen in den gezüchteten Embryonen menschlichen Ursprungs sind, ist Dr. Ross zuversichtlich, dass es zukünftig durchaus möglich werden könnte, Schafe mit spezifischen menschlichen Organen zu züchten. Diese könnten dann für Transplantationen in der Humanmedizin eingesetzt werden.

 

„Es könnte fünf Jahre dauern, es könnte aber auch noch zehn Jahre dauern, doch ich denke, dass wir letztendlich in der Lage sein werden, dies zu tun", erklärt Dr. Hiro Nakauchi von der Stanford University, einer der Teammitglieder, die an dieser Forschungsarbeit beteiligt waren. Während die Ergebnisse der Wissenschaftler  einen vielversprechenden Eindruck machen, gibt es natürlich massive ethische Bedenken, ein Schaf mit menschlicher DNA zu erschaffen - vor allem, wenn diese DNA in der Lage sein könnte, die Gehirnentwicklung des Tieres zu beeinflussen. „Ich habe die gleichen Bedenken", gesteht Ross. „Sagen wir es mal so, sobald unsere Ergebnisse darauf hindeuten sollten, dass die menschlichen Zellen alle zum Gehirn des Tieres wandern, dann werden wir es [die Forschung] niemals fortführen."

 

© Fernando Calvo*, Foto: Cell Press, Wu et al.

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