06.07.2019

Mit einem 3D-Drucker gegen den Haarausfall

Viele Betroffene wollen ihren Haarausfall nicht einfach hinnehmen. Im Kampf dagegen versuchen sie verschiedene Mittel oder lassen sogar eigenes Haar verpflanzen. Doch das ist nicht immer möglich. Kopfhaut aus dem 3D-Drucker soll nun Abhilfe schaffen.

 

Jürgen Klopp, Christian Lindner, Bob Hanning: Sie alle haben sich erfolgreich Haare implantieren lassen. Dafür werden eigene Haare vom Hinterkopf entnommen und an anderer Stelle wieder eingesetzt. Doch was, wenn es keine Haare mehr gibt, die man verpflanzen könnte? Forscher des Irving Medical Centers der Columbia University haben sich auf die Suche nach neuen Methoden gemacht, um auch diesen Betroffenen, Männern wie Frauen, zu helfen.

Obwohl es den Forschern um Angela Christiano bereits gelang, Haare von Mäusen und Ratten im Labor zu züchten, schlugen die Versuche mit menschlichen Haaren bisher fehl. Aus diesem Grund konzentrierten sich die Forscher nun darauf, etwas zu erzeugen, das der Umgebung von menschlichen Haarzellen ähnelt. Mithilfe eines 3D-Druckers war es ihnen möglich, die natürliche Umgebung von menschlichen Haarfollikeln, also einen Teil der Kopfhaut, zu simulieren.

 

Es entstand eine kleine Form mit überstehenden Verlängerungen, die nur einen halben Millimeter lang sind. Solche filigranen Fertigungen seien mit anderen Techniken bisher nicht möglich gewesen, schreiben die Forscher in ihrer Erklärung auf der Seite der Columbia University. Zwischen diese Verlängerungen legten sich die zuvor gewonnenen Haarfollikelzellen. Dem Nachbau von Teilen der Kopfhaut wurden außerdem keratinerzeugende Zellen hinzugefügt. Diese sind für den Aufbau zwischen Haarmark und Schuppenschicht zuständig. Zusätzlich wurde das Wachstum stimuliert.

Haarfarm im Labor

Nach weniger als drei Wochen wuchsen in dem Kopfhautersatz tatsächlich menschliche Haarfollikel, die in der Lage sind, echten Haarwuchs zu erzeugen. „Wir haben gezeigt, dass wir im Grunde genommen eine Haarfarm schaffen können", sagt Christiano im Youtube-Video.

 

Auch wenn die innovative Entwicklung noch nicht perfekt ist, hat sie zumindest das Potenzial, echtes menschliches Haar im Labor zu erzeugen und so dann auch Menschen zur Verfügung zu stellen, die es benötigen. „Dies würde die Verfügbarkeit der Haarwiederherstellung für alle Patienten erweitern, einschließlich der 30 Millionen Frauen in den Vereinigten Staaten, die unter Haarausfall leiden und junger Männer, deren Haaransätze immer noch zurückgehen", sagt Christiano.

 

Doch die Innovation kann nicht nur ein erster Schritt sein, um Betroffenen zu helfen. Sie könnte auch Forscher interessant sein, die im Zukunft an im Labor gezüchtetem Haar beispielsweise neue Haarwuchsmittel testen könnten.

 

 

Quelle: n-tv, Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

 

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