14.04.2019

US-Behörde erklärt mysteriöse Infektion zur Bedrohung

Der tödliche Pilz Candida auris wird für unsere Mediziner immer mehr zum Problem, da er nur sehr schwer zu bekämpfen ist.

 

Der Pilz, der vom Centers for Disease Control and Prevention - der US-Bundesbehörde des amerikanischen Gesundheitsministeriums - als multiresistent und als „akute Bedrohung" eingestuft wurde, hat sich weltweit verbreitet und bereits mehrere Todesfälle gefordert.

 

 

In einem gravierenden Fall, der sich vergangenes Jahr in einem Krankenhaus im New Yorker Stadtbezirk Brooklyn ereignete, hatte sich ein älterer Mann mit dem lebensgefährlichen Erreger infiziert, nachdem er zu einer routinemäßigen Bauchoperation eingewiesen wurde. Trotz aller Bemühungen des Krankenhauspersonals, ihn zu isolieren, hatte sich der Pilz bereits im ganzen Raum ausgebreitet, was einen gründlichen und kostspieligen Reinigungsprozess mit speziellen Geräten erforderte.

 

„Alles war infiziert - die Wände, das Bett, die Türen, die Vorhänge, die Telefone, die Spüle, die Weißwandtafel, die Stangen, die Pumpe", schilderte Dr. Scott Lorin der The New York Times. „Die Matratze, die Bettschienen, die Behälteröffnungen, die Fensterblenden, die Decke, alles im Raum war infiziert." Da Candida auris äußerst resistent gegenüber den gängigen Medikamenten ist, starb der Patient innerhalb von nur 90 Tagen. Die Infektion ist besonders tödlich für Menschen mit geschwächtem Immunsystem wie Diabetiker, Raucher, Neugeborene sowie ältere Menschen. Die Wissenschaftler glauben, dass sich das Risiko auf gesündere Bevölkerungsgruppen ausweiten wird, wenn nicht wirksamere neue Medikamente entwickelt werden und der unnötige Einsatz antimikrobieller Medikamente stark eingeschränkt wird. Eine von der britischen Regierung finanzierte Studie kam zu dem Schluss, dass bis zum Jahr 2050 rund 10 Millionen Menschen weltweit an all diesen Infektionen sterben könnten, wenn keine Maßnahmen ergriffen würden, um den Anstieg der Arzneimittelresistenz zu verlangsamen. Diese Zahl würde die acht Millionen, die dieses Jahr voraussichtlich an Krebs sterben werden, in den Schatten stellen.

 

„Es ist ein enormes Problem. Wir sind darauf angewiesen, diese Patienten mit Antimykotika behandeln zu können", erklärt der Experte für Pilz-Epidemiologie und Koautor einer in 2018 dazu veröffentlichten Studie, Prof. Matthew Fisher vom Imperial College London. Ein Antimykotikum ist eine antimikrobielle Substanz, die gegen durch Pilze verursachte Erkrankungen (Mykosen) wirkt.

 

Experten vermuten, dass der weit verbreitete Einsatz von Fungiziden dafür verantwortlich sein könnte, ein chemischer oder biologischer Wirkstoff, der Pilze oder ihre Sporen abtötet oder ihr Wachstum für die Zeit seiner Wirksamkeit verhindert.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Gemeinfrei, Bearb. F. Calvo

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