20.02.2018

Argentiniens Atlantis: Villa Epecuén

Villa Epecuén war einst eine argentinische Stadt am Lago Epecuén etwa 600 km südwestlich von Buenos Aires in der Provinz Buenos Aires gelegen - bis sie im Jahre 1985 unter gewaltigen Wassermassen begraben wurde.

 

Villa Epecuén wurde offiziell am 23. Januar 1921 gegründet und gehörte zu einem der beliebtesten Urlaubsorte der Argentinier. Da der Salzgehalt des Lago Epecuén ähnlich hoch wie der im Toten Meer ist, erlangte es schnell den Ruf eines hochwertigen Kurortes und zog sowohl die Wohlhabenden als auch die einfache Arbeiter in die Stadt. Zwar hatte Villa Epecuén lediglich 1.500 Einwohner aber während der Blütezeit tummelten sich jährlich um die 25.000 Touristen in der Stadt und so wundert es nicht, dass sehr schnell Hotels, Restaurants und Freizeit-einrichtungen wie Pilze aus dem Boden schossen. Schließlich wurde der Ansturm derart übermächtig, dass Villa Epecuén sogar eine eigene Eisenbahnanbindung nach Buenos Aires erhielt.

Doch das damit verbundene wirtschaftliche sowie persönliche Glück der Ansässigen hielt nur bis 1985, dem Schicksalsjahr, das alles veränderte. In diesem Jahr gab es wochenlang ungewöhnlich starke Regenfälle, die zu einem stetigen Ansteigen des Wasserspiegels im See führten. Da die kleinen Abflüsse der Stadt diesen Wassermassen nicht gewachsen waren und die zuständigen Behörden nicht angemessen reagierten, dauerte es nicht lange, bis am 10. November 1985 schließlich die Lehmdämme an mehreren Stellen einbrachen und das Wasser die Stadt bedeckte.

 

Bedingt durch die Trockenheit aufgrund des extremen Regenmangels in der Region, zieht sich das Wasser seit 2009 aber nun langsam wieder zurück und gibt die salzverkrusteten Überreste der Stadt frei. Wie ein Mahnmal zeigen sich die Ruinen in der Landschaft ...

 

© Fernando Calvo*, Foto: Santiago Matamoro/Wikipedia

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