04.12.2016

Eiszeit-Rätsel unserer Erde gelöst

Es war ein bislang ungelöstes Rätsel unseres Planeten: Alle 40.000 Jahre fand auf der Erde eine Eiszeit – oder Kaltzeit – statt. Dieser Rhythmus war lange zuverlässig, bis sich der Takt der Warm- und Kaltzeiten vor circa einer Million Jahren plötzlich änderte – von vorher alle 40.000 Jahre auf nur noch alle 100.000 Jahre.

 

Man spricht hier von dem sogenannten mittleren Pleistozän-Übergang: Seitdem findet ca. alle 100.000 Jahre eine Eiszeit statt. Die Erde ist dann fast komplett mit Eis bedeckt.

 

Weshalb kam es zu dem Wechsel?

Forscher haben auf das »100.000-Jahre-Problem« lange keine Antwort gefunden. Doch eine aktuelle Studie der Cardiff University in Wales, die in dem Journal »Geology« veröffentlich wurde, legt jetzt den Schluss nahe, dass man bei des Rätsels Lösung den entscheidenden Schritt vorangekommen ist.

 

Die Ozeane als Ursache

Alle 100.000 Jahre, so die Theorie, zogen die Weltmeere besonders viel CO2 aus der Atmosphäre. Als Folge trat Wärmestrahlung besser aus der Atmosphäre aus und die globale Temperatur sank ab. Dies konnten Forscher anhand der Untersuchung von winzigen Fossilien auf dem Meeresboden nachweisen. Alle 100.000 Jahre während der Eiszeit, so das Ergebnis des Forscherteams, wurde mehr CO2 in ihnen gespeichert.

 

Carrie Lear von der School of Earth and Ocean Sciences und führende Autorin der Studie erklärt: „Wenn die Eisdecken dicker waren, haben die Ozeane CO2 von der Atmosphäre aufgenommen und den Planeten dadurch abgekühlt. Wenn die Eisdecken kleiner waren, gaben die Ozeane CO2 ab. Dann ist mehr davon in der Atmosphäre gelangt, was den Planeten erwärmt hat." Lear zufolge spielen Meeresalgen bei der vermehrten Aufnahme des Treib-hausgases aufgrund der Photosynthese eine große Rolle bei der verstärkten Aufnahme von CO2.

 

Der Mensch als Ursache

Das Rätsel, warum sich die nächste Eiszeit wohl verschieben wird, ist dagegen leichter zu lösen. Die Ursachen dafür sind menschgemacht. Dank des Menschen steckt die Erde derzeit mitten in der Klimaerwärmung. Das Treibhausgas in der Atmos- phäre wird die Entstehung eiszeitlicher Bedingungen wohl unterdrücken. Die astronomisch bedingte Abschwächung der Sonneneinstrahlung, die eine Eiszeit auslöst, wird so in den nächsten Hunderttausend Jahren wohl nicht erreicht.

 

 

Quelle: The Weather Channel, Foto: Joe Mastroianni/Wikipedia

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