05.05.2019

Rätsel um Naturphänomen »Steve« gelöst

Wissenschaftler konnten jetzt endlich das Rätsel einer äußerst seltsam leuchtenden Aurora aus grünem und violettem Licht lösen, die im Jahre 2016 über Kanada erschienen war.

 

Ein Foto dieses mysteriösen Lichtbandes wurde 2017 mit der Bezeichnung »Protonenbogen« von den Mitgliedern der kanadischen Facebook-Gruppe »Alberta Aurora Chasers« gepostet und nach einer kurz darauf von Wissenschaftlern der University of Calgary in Kanada und der University of California in Los Angeles durchgeführten Studie kam man zu dem Schluss, dass das Phänomen der Wissenschaft nicht nur neu, sondern auch völlig unbekannt ist (wir berichteten).

 

 

Den Namen »Steve« wählte Chris Ratzlaff, der Administrator der Facebook-Gruppe, der damals erklärte, dass er durch eine Szene in dem Animationsfilm »Ab durch die Hecke« zu dem Namen Steve inspiriert wurde. Darin sieht eine Gruppe von Waldtieren zum ersten Mal in ihrem Leben eine sauber geschnittene Hecke, und sie taufen dieses ihnen völlig fremden Gewächs auf den Namen »Steve«.

 

Bei den später durch die europäische Weltraum-Agentur ESA ausgewerteten Daten ihrer »Swarm-Mission«, bei der drei ihrer Satelliten durch einen dieser bis zu 30 Kilometer breiten Steves geflogen waren, konnten sie nähere Informationen bezüglich seiner Beschaffenheit erhalten. So setzte er sich aus einem 25 Kilometer breiten Strom von rund 3.000 Grad Celsius heißem, ionisiertem Gas zusammen, der sich mit einer Geschwindigkeit von 6 Kilometern pro Sekunde bewegte, wobei die ihm umgebende Luft lediglich mit 10 Metern pro Sekunde floss.

Damals galt »Steve« für die Wissenschaft als ein völlig neues Phänomen, doch nun, drei Jahre nach seiner Entdeckung, konnte eine neue im Fachjournal Geophysical Research Letters veröffentlichte Studie endlich Antworten auf jene Prozesse liefern, die für seine Entstehung verantwortlich sind. Wie die Wissenschaftler schreiben, werde das violette Licht von energetischen Teilchen erzeugt, die durch die Hitze der Reibung entstehen, wenn die heißen Plasmaströme und starke Magnetwellen 25.000 Kilometer über der Erde aufeinandertreffen. Das grüne Licht hingegen bildet sich ähnlich wie Auroras - durch Partikel, die auf die obere Atmosphäre treffen -, tritt aber tendenziell weiter südlich auf als bei herkömmlichen Auroras.

 

Wieso es aber von den uns bekannten Auroras abweicht, bleibt weiterhin ein Rätsel.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Ryan Sault/Alberta Aurora Chasers

 

VIDEO:

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