15.03.2019

Südkorea: Künstlicher Regen gegen Luftverschmutzung

Die Feinstaubwerte in Südkorea sind derzeit erschreckend. Kürzlich meldete das Umweltforschungsinstitut von Südkorea eine Feinstaubbelastung von 136 Mikrogramm pro Kubikmeter in der Hauptstadt Seoul – dabei gelten schon 75 Mikrogramm pro Kubikmeter als „sehr schlecht”.

 

Wie die Associated Press berichtet, will Südkorea nun in Kooperation mit dem ähnlich Feinstaub geplagten China auf künstlichen Regen setzen, um gegen die Luftverschmutzung vorzugehen. Das sogenannte Cloud-Seeding, bei dem bestimmte Chemikalien mit Hilfe von Flugzeugen in der Luft verteilt werden, soll die Regenwasserproduktion von Wolken anregen. Der erzeugte Regen soll dann die luftverschmutzenden Aerosolpartikel »wegwaschen«. Ob diese Methode tatsächlich funktioniert, ist jedoch wissenschaftlich nicht bewiesen.

 

 

Ein im Januar von Südkorea unternommener Versuch, auf diese Art Niederschlag zu produzieren, scheiterte. Bisher wurde die Technik in China für die olympischen Sommerspiele 2008 in Peking und zur Umgehung von Wasserknappheit eingesetzt. Damit Cloud-Seeding funktionieren kann, müssen jedoch bestimmte Wolkenbedingungen herrschen.

 

Südkoreas Präsident Moon Jae-in kündigte an, im Kampf gegen die Feinstaubbelastung mit China zusammenarbeiten zu wollen. Südkoreas Nachbarland sei nicht nur im Besitz fortgeschrittener Technologien beim Erzeugen von künstlichem Regen, nach Ansicht von südkoreanischen Forschern ist die hohe Feinstaubbelastung in Südkorea auch teilweise durch die chinesische Industrie verschuldet. Wie »Deutschlandfunk Nova« berichtet, habe aber auch China in der Vergangenheit schon Südkorea dafür verantwortlich gemacht, dass Feinstaub über das pazifische Randmeer nach Shanghai gelange. Außerdem sind die Abgase von südkoreanischen Autos als Erklärung für die immense Luftverschmutzung in Südkorea anzuführen.

 

Neue Versuche, künstlichen Niederschlag zu erzeugen, sind über dem Gelben Meer geplant. Das Randmeer des Pazifischen Ozeans liegt westlich von der Südkoreanischen Halbinsel. Darüber hinaus kündigte die Südkoreanische Regierung weitere Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung an: Alte Kohlekraftwerke sollen abgeschaltet und mehr Luftreiniger in Schulen installiert werden.

 

Diese Maßnahmen sind angesichts des Ausmaßes der Feinstaubbelastung in vielen asiatischen Großstädten dringend notwendig. Aus einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2018 geht hervor, dass weltweit sieben Millionen Menschen im Jahr an den Folgen von Luftverschmutzung sterben. Neun von zehn Menschen weltweit atmen laut WHO verschmutzte Luft ein. Besonders hoch ist die Feinstaubbelastung in ärmeren Ländern.

 

 

Quelle: Marie-Sophie Röder für Business Insider Deutschland

Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons


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