20.03.2018

Steigender Meeresspiegel bedroht die Osterinsel

Vor fast 2.000 Jahren entdeckten Menschen aus Polynesien die Insel, die 3.800 Kilometer vor der chilenischen Pazifikküste einsam inmitten des weiten Meeres liegt. Sie erschufen dort eine Zivilisation, die über 1100 Moai-Statuen errichtete, von denen viele kilometerweit von den Steinbrüchen entfernt mit Techniken errichtet wurden, die unsere Wissenschaftler auch heute noch verblüffen. Jetzt könnten die Insel und ihre rätselhaften Moai-Statuen aus der Geschichte verschwinden.

 

Die Zivilisation der Osterinsel (auch Rapa Nui genannt) ist zwar bereits vor Jahrhunderten zusammengebrochen, doch ihr Erbe lebt durch die unzähligen Statuen, die deutlich machen, wie mächtig sie einst war, noch immer weiter. Man nimmt an, dass die Insel zwischen 300 bis 400 n. Chr. von Polynesien aus besiedelt wurde.

 

Jetzt befürchten Experten, dass die Osterinsel und ihre rätselhafte Geschichte, die von unzähligen Geheimnissen umhüllt ist, bald unter dem steigenden Ozean verschwinden und zum jüngsten Opfer des Klimawandels werden könnten. Ihnen zufolge hätten die Meereswellen in den letzten Jahren bereits Dutzende der Moai-Statuen erreicht, die vor Jahrhunderten strategisch an ihren heute angestammten Plätzen aufgestellt wurden, berichten Ancient Code auf ihrer Webseite. Entsprechend weisen die Wissenschaftler die UNO darauf hin, dass ihr Weltkulturerbe massiv bedroht ist und die historischen Statuen vom Wasser verschlungen werden könnten, da man erwarte, dass der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 um mindestens zwei Meter ansteige.

 

Auf der Osterinsel befinden sich fast 900 Moai-Statuen, die durchschnittlich vier Meter hoch sind, wobei sich die wichtigsten und auffallendsten Statuen allesamt direkt an der Küste befinden. Deshalb warnen die Wissenschaftler, dass drei der wichtigsten Moai-Statuen, die Tongariki, Anakena und Akahanga, Gefahr laufen, von den steigenden Meeresspiegel bedeckt zu werden.

 

Doch die Osterinsel ist nicht die einzige Insel, die durch den Anstieg des Meeresspiegels gefährdet ist. Wissenschaftlern zufolge spüren schon jetzt viele andere tiefliegende Pazifikinseln die Auswirkungen des Klimawandels und des rapiden Anstiegs der Ozeane.

Doch welchem Zweck dienten die Moai-Statuen überhaupt?

Die weltberühmten Steinstauen wiegen bis zu 100 Tonnen und zeugen von einer reichen Vergangenheit. Wie diese Statuen an ihren Platz gelangten, welchen Zweck sie hatten und wann sie errichtet wurden, konnte bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Fest steht lediglich, dass die Produktion der Statuen offenbar plötzlich zu enden schien, von einem Tag auf den anderen. Darauf weisen zumindest Funde von an den Statuen liegengelassenen Steinwerkzeugen hin.

 

Die Niederländer, die 1722 als erste westliche Seefahrer die Osterinsel erreichten, glaubten jedenfalls nicht, dass die Einheimischen diese riesigen »stummen Riesen« selber aus dem Stein geschlagen und aufgestellt haben könnten. Auch der Reiseschriftsteller Ernst von Hesse-Wartegg (1851-1913) studierte knapp ein Jahrhundert später die Geschichte der Osterinsel und seiner Statuen und kam zu dem Schluss, dass diese gewaltigen Steinfiguren von »unbekannten Schöpfern« errichtet worden sein müssen und keinesfalls von dem heute dort lebenden Volk.

 

Und was sagen die Ureinwohner selbst? Eine ihrer Legende besagt, dass es früher auf den Inseln zwei Volksstämme gab: Die der »Langohren« und die der »Kurzohren«. In einem furchtbaren Krieg um die Vormachtstellung auf den Inseln brachten die Kurzohren ihre Kontrahenten um und zerstörten als Zeichen ihres Sieges die steinernen Moai, die das Herrschaftssymbol der Langohren darstellten. Das könnte auch der Grund sein, warum die europäischen Seefahrer später die Statuen größtenteils umgestürzt vorfanden.

 

© Fernando Calvo*, Foto: Alanbritom/Wikimedia

 

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