28.02.2018

Weltuntergangs-Tresor hat die Millionengrenze geknackt

In dem Weltuntergangs-Tresor in der Arktis werden einige der wichtigsten Saatgutproben unserer Pflanzenwelt sowie Dokumente der Menschheit archiviert. Diesen Monat hat das Depot die Millionengrenze an gelagerten Gütern geknackt.

 

2008 wurde auf der norwegischen Insel Spitzbergen 120 m tief im Inneren eines Berges der »Svalbard Global Seed Vault« (zu Deutsch Weltweiter Saatgut-Tresor auf Spitzbergen) errichtet. Dort, wo einst Kohle abgebaut wurde, lagern seitdem rund 930.000 Samenproben von Nutzpflanzen bei -18 Grad. Sie sind in Plastikboxen verschlossen und sollen nach einer Katastrophe, die bestimmte Sorten zum Aussterben brachte, eine Nachzucht ermöglichen.

 

Am 27. März 2017 wurde schließlich dort im selben Berg aber in einer zweiten stillgelegten Kohlegrube ein weiterer »Weltuntergangs-Tresor« angelegt. In diesem sogenannten »Arctic World Archive« (Weltweites Dokumenten-Archiv) lagern bei Temperaturen von -5 bis -10 Grad wichtige Dokumente aus der ganzen Welt. Sie beinhalten historische, wissenschaftliche und klassische Literatur, die auf analogen lichtempfindlichen Film gespeichert wurde. Diese wichtigen schriftlichen Nachlässe der Menschheit sollen dort vor Dieben, Hackern und schädlichen klimatischen Bedingungen geschützt werden.

 

Dass man gerade Spitzbergen für diese Tresore ausgewählt hat, hat viele Gründe. Zunächst ist die etwa 1.000 Kilometer vom Nordpol entfernte Insel entmilitarisiert und durch den Spitzbergenvertrag auch international geschützt. Das Klima dort im Permafrost ist zudem besonders günstig und es gibt in der Region keine Erdbeben oder sonstigen gravierenden Naturkatastrophen, die das Projekt gefährden könnten.

 

Nun hat pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum des Gewölbes eine Sendung mit 70.000 neuen Samen die Gesamtzahl der in der Anlage gelagerten Proben auf exakt 1.059.646 erhöht. „Die Millionengrenze zu erreichen, ist wirklich von Bedeutung. Ich denke, noch vor ein paar Jahren hätten wir es nicht für möglich gehalten, dass wir dies erreichen würden", erklärt Hannes Dempewolf, leitender Wissenschaftler bei Crop Trust, gegenüber BBC News.

 

Nach Angaben des norwegischen Unternehmens Piql sollen die Daten dort über 500 Jahre sicher konserviert werden können, die staatliche Rundfunkgesellschaft Norsk rikskringkasting (NRK) geht sogar von über 1.000 Jahren aus.

 

© Fernando Calvo*, Foto: Bjoertvedt/Wikipedia

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