27.01.2019

»Weltuntergangsuhr« bleibt auf zwei Minuten vor Zwölf

Nach Ansicht vieler Wissenschaftler befindet sich die Menschheit weiterhin auf dem Weg zu ihrem Untergang. Auf ihrer »Weltuntergangsuhr« ist es bereits zwei Minuten vor Zwölf und nicht mehr viel Zeit, der Katastrophe entgegenzuwirken.

 

Das Bulletin of the Atomic Scientists (BAS), ist ein Wissenschaftsmagazin, dass seit 1947 jährlich mit ihrer Weltuntergangsuhr die Situation symbolisch darstellt, wie nahe sich die Welt einer Katastrophe befindet, die durch politische und technologische Bedrohungen wie nukleare Vernichtung und Klimawandel begründet ist. Die Zeiger ihrer Weltuntergangsuhr, die im englischen »Doomsday Clock« (Uhr des Jüngsten Gerichts) genannt wird, symbolisieren, wieviel Zeit uns noch bleibt, bis es Zwölf schlägt und unsere Zivilisation vernichtet wird. Die Entscheidungen zu Änderungen der Uhr trifft der BAS-Aufsichtsrat gemeinsam mit einem Sponsorenrat, in dem zahlreiche Nobelpreisträger vertreten sind. Die Zeigerstellung startete 1947 mit sieben Minuten vor zwölf und wird seitdem in Abhängigkeit von der Weltlage vor- oder zurückgestellt.

 

 

Nachdem im Jahre 2015 die Uhr von fünf Minuten auf drei Minuten vor zwölf geändert werden musste - was der schlechteste Stand seit dem Kalten Krieg war - sahen die Experten des BAS für 2016 zwar keine Entspannung der Situation, doch konnte die Uhr zumindest unverändert gegenüber dem Vorjahr bleiben. Allerdings hatten die Ereignisse der vorangegangenen 12 Monate dazu beigetragen, dass die Weltuntergangsuhr für 2017 auf 2,5 Minuten vor Zwölf gestellt wurde und auch in 2018 erforderten die Umstände, dass sie noch weiter vor, auf zwei Minuten vor Mitternacht, korrigiert werden musste.

 

Für dieses Jahr gibt es keine Veränderung, sodass die Zeiger in 2019 weiterhin auf zwei Minuten vor Zwölf bleiben. Begründet wird es wie zuvor mit der drohenden Gefahr durch Terrorismus, Cyber-Bedrohungen, dem Kernwaffenstatus Nordkoreas, den Spannungen zwischen den USA und Russland sowie der globalen Gesamtsituation, die allesamt eine nukleare Katastrophe in greifbare Nähe rücken.

 

Obwohl die Einschätzung der Experten auch in diesem Jahr weitgehend negativ ausfiel, äußerte die Gruppe einige Hoffnungen, dass sich zukünftig einiges ändern könnte. Zu diesem Zweck verweisen sie auf eine Reihe von Maßnahmen, die dringend ergriffen werden sollten, darunter neue Atomwaffenverträge, die Erhöhung der Anstrengungen aller Nationen zur Verringerung der CO2-Emissionen sowie internationale Bemühungen zur „Abschreckung und Bestrafung des Missbrauchs der Informationstechnologie".

 

Ob diese Ratschläge tatsächlich zum Tragen kommen, bleibt abzuwarten, doch hoffen wir, dass es geschieht, denn niemand will, dass die Weltuntergangsuhr im nächsten Jahr einen Rekord aufstellt, indem sie noch näher an Mitternacht heranrückt und möglicherweise den Point of no Return (englisch: Punkt ohne Wiederkehr) erreicht.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Dmytro Ivashchenko/Wikimedia

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