16.05.2017

Dinosauriersterben durch Asteroiden war vermeidbar

Wissenschaftler haben den Chicxulub-Krater im Golf von Mexiko angebohrt, der vor 66 Millionen Jahren von einem Asteroiden zurückgelassen wurde. Ihre Ergebnisse liefern neue Erkennt- nisse zu der verheerenden Katastrophe.

 

Als vor 66 Millionen Jahren ein Asteroid in das heutige Gebiet des mexikanischen Bundesstaates Yucatán einschlug, löste er auf der Erde eine globale Kettenreaktion aus, die zu einem großen Massenaussterben führte, das auch die Dinosaurier verschwinden ließ. Der Krater wurde nach dem kleinen Dorf Chicxulub benannt, das sich heute im Zentrum des Kraters befindet. Der mindestens 10 km im Durchmesser große Asteroid war dafür verantwortlich, dass sich die Lebensbedingungen auf der Erde gravierend veränderten und die Dinosaurier aus- starben.

Die Gesteinsproben, die die Forscher nun aus ihrer 1.300 m tiefen Grabung im Chicxulub-Krater analysiert haben, zeigen, dass wahrscheinlich gar nicht so sehr die Größe oder Geschwindigkeit des Asteroiden ausschlaggebend war, das zum Massenaussterben führte, sondern vielmehr die Stelle, an der er einschlug. Denn vor 66 Millionen Jahren war das Gebiet nur von seichtem Meer bedeckt, was bedeutete, dass der Einschlag riesige Mengen an Schwefel in die Atmosphäre hinaufschleu-derte. Dort dehnte es sich über die ganze Erdkugel aus und versetzte den Planeten in einen langen globalen Winter.

 

Möglicherweise hätten die Dinosaurier die Katastrophe über- leben können, wenn der Asteroid an einer anderen Stelle herunter gekommen wäre. „Wäre der Asteroid ein paar Augen-blicke früher oder später eingeschlagen, hätte er anstatt das flache Küstengewässer den tiefen Ozean getroffen. Ein Einschlag in den nahe gelegenen Atlantik- oder Pazifik-Ozeanen hätte viel weniger Felsen - einschließlich des tödlichen Gipses - verdampfen lassen. Die Wolke wäre weniger dicht gewesen und das Sonnenlicht hätte noch die Oberfläche des Planeten erreicht, was wiederrum bedeu- tet, das was danach geschah, hätte vermieden werden können. In dieser kalten, dunklen Welt verschwand ihre Nahrung innerhalb einer Woche aus den Ozeanen und kurz danach auch auf dem Land. Ohne etwas auf dem Planeten zu fressen zu haben, blieben den mächtigen Dinosaurier wenig Überlebenschancen", erklärt Ben Garrod, der die TV-Dokumentation zu dieser Studie in der BBC moderierte.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: BBC

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