23.02.2019

China: »Seemonster« löst bei der Bevölkerung Panik aus

Die mehrfachen Sichtungen eines monstermäßig aussehenden Fisches, der in einem chinesischen See gelauert haben soll, haben unter der Bevölkerung für Panik gesorgt. Die Behörden sahen sich sogar gezwungen, wegen dieser Kreatur Warnschilder aufzustellen, damit die Menschen dort nicht ins Wasser gehen oder schwimmen.

 

Laut Guangzhou Daily ereignete sich der Vorfall Anfang dieses Monats, als in der chinesischen Metropole Guangzhou ein Arbeiter im Baiyun Lake Park beobachtete, wie eine seltsame Kreatur aus dem Wasser auftauchte. Der Zeugen beschrieb es als zwei Meter lang, mit einem Rücken wie ein Schildkrötenpanzer aber den Kopf einer Schlange.

 

 

Die Beobachtung des Parkmitarbeiters gesellte sich einer ganzen Reihe von Meldungen anderer Personen an, die ebenfalls ein rätselhaftes »Seemonster« im See gesichtet haben wollen. In diesem Fall konnte der Angestellte jedoch die Kreatur fotografieren und somit die Gerüchte bestätigen, dass sich dort tatsächlich eine Art »Monster« im See niedergelassen hatte. Als Reaktion darauf stellte die Parkbehörde umgehend Schilder um den See herum auf, die die Besucher aufforderten, nicht ins Wasser zu gehen.

 

Wie man sich vorstellen kann, griffen die Medien in der Region die Geschichte schnell auf und verpassten ihr einen etwas schlagzeilenträchtigere Rahmen, indem sie die Kreatur als »wild« und ein »Killer« bezeichneten. Glücklicherweise endete das ganze Spektakel am Montag, als Wildschutzbeamte nicht nur eines, sondern sogar zwei dieser »Monster« im See fangen konnten. Sie konnten die Tiere auch schnell identifizieren, es handelte sich um Alligatorhechte (Atractosteus spatula), die zwar in der Tat sehr gefährlich und eigenartig aussehen, jedoch eigentlich völlig harmlos sind. Somit waren der ganze Aufwand sowie die Panik völlig unbegründet, denn der Fisch ist nicht dafür bekannt, Menschen anzugreifen.

Allerdings hatten die beiden Raubfische weit weniger als die zwei Meter Körperlänge, die von den Zeugen bescheinigt wurde - eines der Fische war 1,2 Meter und der andere nur 90 Zentimeter groß. Das könnte bedeuten, dass entweder bei der Größe übertrieben wurde oder dass immer noch ein riesiges Exemplar im See lauert.

 

Der bis zu drei Meter große Alligatorhecht ist ein Überbleibsel aus der Zeit der Dinosaurier und bevölkert unseren Planeten bereits seit über 100 Millionen Jahre. Da er auch noch einige physikalische Eigenschaften seiner prähistorischen Vorfahren aufweist - wie z.B. die Fähigkeit, den Sauerstoff mit ihren Kiemen im Wasser oder mit ihrer Schwimmblase direkt in der Luft einzuatmen -, wird er auch als »lebendes Fossil« bezeichnet.

 

Diese anpassungsfähige Fischart lebt eigentlich im Stromgebiet des Mississippi River vom südwestlichen Ohio und südlichen Illinois bis zum Golf von Mexiko, in Texas und im östlichen Mexiko bis nach Veracruz sowie im westlichen Florida. Die Fische gehen auch ins Brackwasser aber sehr selten ins Meer. Umso verwunderlicher war es, sie in einem chinesischen See zu entdecken.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Guangzhou Daily

 

VIDEO: 

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