30.08.2019

Eizellen der letzten beiden Nashörner ihrer Art »geerntet«

Durch die Entnahme ihrer Eizellen (auch »ernten« genannt) könnte dazu beigetragen werden, das Aussterben der stark gefährdeten Nördlichen Breitmaulnashörner zu verhindern.

 

Die letzten beiden verbliebenen Mitglieder ihrer Art - Mutter und Tochter - stehen in Kenias Naturschutzgebiet Ol Pejeta Conservancy unter bewaffneten Schutz, um sie vor Wilderern zu schützen. Das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn (auch Weißes Nashorn genannt), der Bulle »Sudan«, war bereits im März 2018 an Altersschwäche gestorben. Doch noch ist nicht zwangsläufig schon alles verloren, denn einem Team von Tierärzten ist es gelungen, insgesamt zehn Eizellen von den beiden letzten weiblichen Exemplaren zu ernten und man erhofft sich dadurch, sie in naher Zukunft mit dem eingefrorenen Samen eines verstorbenen Männchens ihrer Art befruchten zu können.

Allerdings wird es aus genetischen Gründen keines der beiden letzten weiblichen Nördlichen Breitmaulnashörner austragen können, deshalb sollen die Embryonen ihrer befruchteten Eizellen in ein Südliches Breitmaulnashorn implantiert werden. Das Verfahren wird vom Ol Pejeta Conservancy, dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), dem Dvůr Králové Zoo in der Tschechischen Republik sowie dem Kenya Wildlife Service (KWS) gemeinsam durchgeführt.

 

„Wir freuen uns, dass diese Partnerschaft uns einen Schritt näher bringt, das Aussterben der Nördlichen Breitmaulnashörner zu verhindern", sagte John Waweru, Generaldirektor des Kenya Wildlife Service (KWS) gegenüber der BBC News. „Das ist angesichts des herzzerreißenden Todes von Sudan, dem letzten Männchen, der letztes Jahr in Kenia an Altersschwäche starb, besonders rührend."

 

Ob die Bemühungen des Teams jedoch letztendlich tatsächlich zu einem neuen Nördlichen Breitmaulnashorn führen werden, bleibt abzuwarten, denn es gibt keine Garantie, dass die implantierten Embryonen auch zu einer Schwangerschaft führen werden. Und wenn die Versuche fehlschlagen, dann stirbt mit den beiden verbleibenden Weibchen, ihre gesamte Spezies mit ihnen.

 

© Fernando Calvo*, Foto: Ami Vitale

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