20.04.2019

Letzte weibliche Jangtse-Riesenschildkröte gestorben

Eines von insgesamt nur noch vier bekannten Exemplaren der vom Aussterben gefährdeten Jangtse-Riesenweichschildkröte ist vergangenes Wochenende unter unglücklichen Umständen gestorben.

 

Es wird angenommen, dass die Schildkröte über 90 Jahre alt war. Sie galt als die letzte weibliche Jangtse-Riesenweichschildkröte (Rafetus swinhoei) und lebte im Zoo von Suzhou in China. Am vergangenen Samstagnachmittag starb sie nun sehr wahrscheinlich an den Folgen eines Versuchs, sie künstlich zu befruchten. Zwar sei das Tier nach dem Eingriff noch in guter Verfassung gewesen, doch am nächsten Tag gestorben, heißt es auf CBS News. Schon zuvor hatte man fünf - erfolglose - künstliche Besamungsversuche bei ihr durchgeführt, um ihre Art zu erhalten.

 

 

Damit scheint das Schicksal dieser Schildkrötenart besiegelt zu sein, denn sollte nicht doch noch zufällig ein weiteres Weibchen entdeckt werden, gilt diese Spezies funktionell bald als ausgestorben. Es gibt nur noch drei bekannte Exemplare - ein Männchen lebt in einem chinesischen Zoo und zwei weitere in freier Wildbahn in zwei Seen in Vietnam. Deren Geschlecht ist aber nicht bekannt und lässt sich auch nicht so leicht ermitteln.

 

Wissenschaftler haben für zukünftige Forschungsarbeiten nun Proben ihres Eierstockgewebes gesammelt und wollen nun untersuchen, was für ihren Tod verantwortlich war.

 

Die Jangtse-Riesenweichschildkröte

Die Jangtse-Riesenweichschildkröte hat wie alle Weichschildkröten einen weichen, lederartigen Panzer und erreicht eine Länge von bis zu 109 Zentimetern und ein Gewicht von 120 bis 140 Kilogramm. Sie hatten ihren ursprünglichen Lebensraum im südlichen China und dem nördlichen Vietnam, wo sie in Flusssysteme und angrenzende Feuchtgebiete und Seen lebten. Über die Lebensweise dieser Tiere ist sehr wenig bekannt.

 

Hauptgründe ihres drohenden Aussterbens dürften sowohl die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraumes sowie ihre Bejagung durch den Menschen, da ihr Fleisch als Delikatesse galt und ihr Rückenpanzer für medizinische Zwecke verwendet wurde.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Gerald Kuchling

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