27.09.2019

Berühmtes »Dämonenhaus« bietet Fremdenzimmer an

Ein berüchtigtes Spukhaus im US-Bundesstaat Pennsylvania soll für Touristen in ein Bed & Breakfast umgewandelt werden - Möchtegern-Geisterjäger sind jedoch nicht willkommen.

 

Das Haus wurde 1910 errichtet und befindet sich in der Gemeinde Brentwood in einem Vorort von Pittsburgh auf der 3406 Brownsville Road. Im Jahr 1988 wurde es von den Eheleuten Robert und Lesa Cranmer gekauft, die noch im Dezember des selben Jahres mit ihren vier Kindern im Alter zwischen 2 Monaten und 4 Jahren dort einzogen. Doch anstatt darin ein neues sicheres Zuhause zu finden, sahen sie sich fortan paranormalen Aktivitäten ausgesetzt, die ihnen ein normales Leben unmöglich machten.

Cranmer verarbeitete in 2014 die unheimlichen Erfahrungen, die er und seine Familie dort machten, schließlich in dem Buch »The Demon of Brownsville Road« (Deutsch: Der Dämon von der Brownsville Road) und beschreibt darin einige Vorfälle, die sich während ihres Aufenthaltes in dem Haus ereignet haben sollen. Er berichtet, dass sich das erste Paraphänomen bereits wenige Wochen nach ihrem Einzug zeigte. Eine Lampe in ihrem Garderobenschrank hing an der Decke und besaß einen Schnurschalter, doch diese Kordel sei ständig um die Leuchte umwickelt gewesen und egal wie oft man sie wieder löste, sie blieb nie in der hängenden Position - jedes Mal, wenn man den Schrank öffnete, war die Schnur wieder um die Lampe gerollt.

 

Doch dies sollte nur der Anfang sein, in der Folge bewegten sich beispielsweise Gegenstände auf unerklärlicherweise von selbst durch den Raum, wurden religiöse Kreuze zerstört und sie sahen sogar Blut die Wände hinunterfließen. Im Laufe der Jahre wurde durch die Poltergeistaktivitäten auch der Familienfrieden empfindlich gestört und Lesa und zwei der Kinder hatten sogar mit ernsthaften psychischen Problemen zu kämpfen, die sogar einen Krankenhausaufenthalt zur Folge hatten. Robert ahnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass der Geist im Haus etwas mit den Beziehungs- und psychologischen Problemen innerhalb seiner Familie zu tun haben könnte und so versuchte er, sie auf seine Weise zu bewältigen.

Aber die Situation spitzte sich zu, als ihn im Jahr 2003 sein ältester Sohn körperlich angriff und Robert daraufhin verhaftet wurde. Am nächsten Morgen wurde auch noch seine ältere Tante, die bei ihnen im Haus lebte, tot in ihrem Bett aufgefunden – sie war jedoch offenbar eines natürlichen Todes gestorben war. Zwar wurden sämtliche Anklagepunkte gegen Robert schließlich fallen gelassen, doch die paranormalen Aktivitäten im Haus nahmen noch mehr zu und Robert drauf und dran, seinen Verstand zu verlieren. Der Zustand wurde für die Familie derart belastend, dass sie schließlich in 2004 die römisch-katholische Kirche um Hilfe baten, die paranormalen Aktivitäten in ihrem Heim zu untersuchen und diese offenbar dunklen Mächte zu vertreiben.

 

Der damalige Bischof von Pittsburgh, Donald Würl, übertrug den Fall an Pater Ron Lengwin, der schließlich von mehreren anderen Priestern unterstützt wurde und sie alle gemeinsam zwei Jahre benötigten, das Haus von dem dämonischen Geist zu befreien.

 

Nachdem im März 2015 sein Sohn David unerwartet starb und seine Frau in schwere Depressionen geriet, die im Jahr 2018 schließlich auch zum Scheitern ihrer 37-jährigen Ehe führten, plant Robert nun, in dem 12 Zimmer großen Haus Fremdenzimmer für Touristen einzurichten und sie ab Oktober zu vermieten. Man könnte zwar meinen, dass er hofft, von dem unheimlichen Ruf des Gebäudes profitieren und damit Gäste anlocken wollen, die eine auch mal persönlich paranormale Aktivitäten erleben wollen, doch dagegen wehrt er sich, denn er hat tatsächlich eine völlig gegensätzliche Haltung zu diesem Thema geäußert. „Ich will nicht, dass Geisterjäger, Spiritualisten oder Leute mit Ouija-Boards wieder alles zurückbringen", erklärte er gegenüber der Pittsburgh Post-Gazette. Im Gegenteil, der 63-Jährige möchte nur Gäste, die die Gegend von Pittsburgh erkunden oder diverse Veranstaltungen besuchen wollen und denen es nichts ausmacht, in einer Stätte zu wohnen, der einst den Ruf als »Dämonenhaus« hatte.

 

Übrigens, die Erlebnisse der Familie Cranmer in dem Haus waren auch Grundlage einer Reihe von Fernsehdokumentationen und standen im Fokus einiger Paraforscher wie die der Penn State University.

 

© Fernando Calvo*, Foto: via YouTube

 

VIDEO:

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