04.10.2017

Geist verletzt Touristenführer in ehemaligem Gefängnis

Der Touristenführer eines ehemaligen englischen Gefängnisses ist davon überzeugt, dass er von dem Geist eines hingerichteten Mörders an der Hand verbrannt wurde.

 

Der 42-jährige Paul Toole arbeitet als Führer in der ehemaligen Haftanstalt von Shepton Mallet, einer Stadt in der englischen Grafschaft nahe der Hafenstadt Bristol. Das Gefängnis beherbergte zwischen seiner Eröffnung in 1610 bis zu seiner Schließung in 2013 nicht nur viele berühmte, britische Kriminelle wie die Kray-Zwillinge, sondern es war zugleich auch das dienstälteste Gefängnis Großbritanniens sowie jenes mit den höchsten Mauern. Viele der dort hingerichteten Häftlinge wurden in anonymen Gräbern auf dem Gelände beigesetzt.

Das HM Prison Shepton Mallet
Das HM Prison Shepton Mallet

So verwundert es natürlich nicht, dass dieses alte, historische Gebäude auch seine eigenen Geistergeschichten zu erzählen weiß. Das Gefängnis ist für seine Spukphänomene bekannt und Legenden berichten, dass eine Frau, die nach der Hinrichtung ihres Verlobten im Jahre 1680 an gebrochenem Herzen starb, noch heute ganz in weiß gekleidet durch die leeren Gänge zwischen den Flügeln A und B wandelt. Und viele ehemalige Aufseher und Angestellte, die in dem Gefängnis gearbeitet haben, berichteten über Spukphänomene, die so heftig gewesen sein sollen, dass sich sogar einige von ihnen weigerten, Nachtschichten zu leisten, weil sie Angst davor hatten, wieder eine dieser unheimlichen Gestalten durch die Gänge spuken zu sehen.

 

Auch Paul Toole, der heute Touristen aus aller Welt durch die Einrichtung führt und ihnen die Historie des Gefängnisses näher bringt, kennt viele der Schauergeschichten, die sich dort abgespielt haben sollen. Und jetzt dürfte er sogar persönlich eine der ungewöhnlichsten erlebt haben, denn als er eines Tages wie gewohnt eine Besuchergruppe begleitete, verspürte er plötzlich einen brennenden Schmerz auf seiner Hand. Als er sich die Hand genauer anschaute, erkannte er an der Art der Wunde, dass er offensichtlich von einer brennenden Zigarette verletzt worden war. Als er keine rationale Erklärung für diesen Zwischenfall finden konnte, kam er zu dem Schluss, dass es möglicherweise der Geist eines hingerichteten Mörders sein könnte, über dessen Schicksal er nur wenige Tage zuvor gelesen hatte.

Die ehemalige Hinrichtungszelle
Die ehemalige Hinrichtungszelle

Es handelte von Lee Davis, einem ehemaligen kettenrauchenden Gefängnisinsassen, der für die Ermordung von Cynthia Lay und die Vergewaltigung ihrer Freundin Muriel Fawden - trotz widersprüchlicher Beweise -zum Tod durch den Strick verurteilt wurde. Bis zu seiner Hinrichtung im Dezember 1943 hatte er stets seine Unschuld beteuert und sich geweigert, sein Todesurteil zu akzeptieren.

 

Genau zum Zeitpunkt, als Toole den Besuchern die Hinrichtungszelle von Davis zeigte und über sein tragisches Schicksal berichtete, geschah es, dass er diese schmerzhafte, rätselhafte Brandwunde an seiner Hand spürte. „Ich hatte in den Tagen vor dieser Führung ein wenig über das Gefängnis recherchiert und es war das erste Mal, dass ich diese Geschichte den Besuchern erzählt hatte. Als ich mir später die Wunde anschaute, sah es aus wie von einer Zigarette eingebrannt", wird er in The Sun zitiert. Für Toole scheint es klar, dass nur der Geist des Kettenrauchers Davis ihn mit seiner Zigarette verbrannt haben konnte.

 

Toole erklärt, dass ihm dieser Vorfall einige schlaflose Nächte beschert habe und seitdem das Gefängnis nachts nur noch gemeinsam mit einem Kollegen abschließt. „Die Leute denken wahrscheinlich, dass ich ein bisschen verrückt bin, doch es geschieht so viel im Gefängnis. Lichter gehen von selber an und aus, man hört Türen zuknallen und einige Gefängnisbereiche werden plötzlich richtig eisig kalt", berichtet er.

 

© Fernando Calvo*, Fotos: Caters News Agency  

Die Brandwunde an Tooles Hand
Die Brandwunde an Tooles Hand

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