09.10.2019

Gerichtlich »beglaubigtes« Spukhaus zu verkaufen

Ein Haus in Nyack, New York, das aufgrund des als »Ghostbuster-Urteil« bekannt gewordenen Falles als beglaubigte heimgesuchte Immobilie gilt, steht nun zum Verkauf an.

 

Man kann zwar nicht gerade behaupten, dass es heutzutage an vermeintlich verfluchten Gebäuden mangelt, die zum Verkauf stehen, wobei Hauseigentümer oft auch gerne derartige Spukgeschichten als Verkaufsargument nutzen, um sie potenziellen Käufern mit einer Vorliebe für das Paranormale schmackhaft zu machen. In diesem speziellen Fall wurde der paranormale Charakter des Gebäudes jedoch tatsächlich sogar von einem New Yorker Gericht sozusagen beglaubigt.

Das 1890 erbaute Haus war eigentlich unauffällig, bis eine Frau namens Helen Ackley in den 1960er-Jahren dort mit ihrer Familie einzog. Schon kurz darauf behauptete Ackley, dass sie in dem Gebäude verschiedene Poltergeistaktivitäten erleben würde und auch ihre Kinder nicht verschont blieben. Die Spukerlebnisse in dem Haus standen allein zwischen 1977 und 1989 drei Mal im Mittelpunkt der Medien und auch Reader‘s Digest berichtete über ihren Fall. Ackley schilderte damals der Presse, wie die Poltergeister direkt mit Mitgliedern ihrer Familie interagierten. Sie erzählte, wie ihre Enkelkinder von diesen unsichtbaren Wesen »Geschenke« wie Ringen erhielten, die sich jedoch alle später plötzlich in Luft auflösten oder wie ihre Tochter Cynthia jeden Morgen von einem Poltergeist geweckt wurde, indem er ihr Bett durchrüttelte.

 

Die Familie Auckley entschloss sich daraufhin, in 1989 auszuziehen und verkaufte das Haus für 650.000 US-Dollar an Jeffrey Stambovsky. Allerdings versäumten sie und der Makler es, den Käufer über den unheimlichen Ruf des Hauses zu informieren, woraufhin Stambovsky die Kaufsumme um 32.500 Dollar reduzierte, als er es später erfuhr, da er durch die Poltergeistgeschichten den Wert der Immobilie gemindert sah.

 

Die Angelegenheit landete am Ende vor Gericht und führte schließlich 1991 zu dem »Ghostbuster-Urteil«, der weltweit Schlagzeilen machte. Denn der Oberste Gerichtshof von New York (Stambovsky v. Ackley) entschied, dass ein Verkäufer verpflichtet ist, offenzulegen, ob eine Immobilie den Ruf hat, heimgesucht zu werden, da dieser Sachverhalt den Wert einer Immobilie beeinträchtigen kann.

 

Wie auf mentalfloss.com berichtet wird, steht das »offizielle Spukhaus« jetzt wieder zum Verkauf an, diesmal aber für die stolze Summe von 1,9 Millionen Dollar. Allerdings sollen die paranormalen Aktivitäten mit dem Auszug der Familie Auckley aufgehört haben – zumindest wurden seitdem keine neuen Spukphänomene bekannt.

 

© Fernando Calvo*, Foto: Google Street View

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