25.05.2019

Spezialangebot:
Nächtliche Geistertour durch englisches Spukgefängnis

Das Shepton Mallet Gefängnis in der englischen Grafschaft Somerset wird von vielen als eines der am häufigsten von Geistern heimgesuchten Gebäude Großbritanniens angesehen. An derartige Paraphänomene Interessierte haben dieses Jahr die Gelegenheit, an zwei spezielle Geistertouren durch die Gemäuer teilzunehmen, die nachts stattfinden sollen.

 

Die ehemalige Haftanstalt befindet sich in Shepton Mallet, einer Stadt in der englischen Grafschaft nahe der Hafenstadt Bristol. Das Gefängnis beherbergte zwischen seiner Eröffnung in 1610 bis zu seiner Schließung in 2013 nicht nur viele berühmte, britische Kriminelle wie die Kray-Zwillinge, sondern es war zugleich auch das dienstälteste Gefängnis Großbritanniens sowie jenes mit den höchsten Mauern. Viele der dort hingerichteten Häftlinge wurden in anonymen Gräbern auf dem Gelände beigesetzt.

 

 

So verwundert es natürlich nicht, dass dieses alte, historische Gebäude auch seine eigenen Geistergeschichten zu erzählen weiß. Das Gefängnis ist für seine Spukphänomene bekannt und Legenden berichten, dass eine Frau, die nach der Hinrichtung ihres Verlobten im Jahre 1680 an gebrochenem Herzen starb, noch heute ganz in weiß gekleidet durch die leeren Gänge zwischen den Flügeln A und B wandelt. Und viele ehemalige Aufseher und Angestellte, die in dem Gefängnis gearbeitet haben, berichteten über Spukphänomene, die so heftig gewesen sein sollen, dass sich sogar einige von ihnen weigerten, Nachtschichten zu leisten, weil sie Angst davor hatten, wieder eine dieser unheimlichen Gestalten durch die Gänge spuken zu sehen.

 

Auch der 44-jährige Paul Toole, der heute Touristen aus aller Welt durch die Einrichtung führt und ihnen die Historie des Gefängnisses näherbringt, kennt nicht nur viele der Schauergeschichten, die sich dort abgespielt haben sollen, er hat sogar persönlich eine der ungewöhnlichsten erlebt. Denn als er in 2017 wie gewohnt eine Besuchergruppe begleitete, verspürte er plötzlich einen brennenden Schmerz auf seiner Hand. Als er sich die Hand genauer anschaute, erkannte er an der Art der Wunde, dass er offensichtlich von einer brennenden Zigarette verletzt worden war. Als er keine rationale Erklärung für diesen Zwischenfall finden konnte, kam er zu dem Schluss, dass es möglicherweise der Geist eines hingerichteten Mörders sein könnte, über dessen Schicksal er nur wenige Tage zuvor gelesen hatte.

Es handelte von Lee Davis, einem ehemaligen kettenrauchenden Gefängnisinsassen, der für die Ermordung von Cynthia Lay und die Vergewaltigung ihrer Freundin Muriel Fawden - trotz widersprüchlicher Beweise -zum Tod durch den Strick verurteilt wurde. Bis zu seiner Hinrichtung im Dezember 1943 hatte er stets seine Unschuld beteuert und sich geweigert, sein Todesurteil zu akzeptieren.

 

Genau zum Zeitpunkt, als Toole den Besuchern die Hinrichtungszelle von Davis zeigte und über sein tragisches Schicksal berichtete, geschah es, dass er diese schmerzhafte, rätselhafte Brandwunde an seiner Hand spürte. „Ich hatte in den Tagen vor dieser Führung ein wenig über das Gefängnis recherchiert und es war das erste Mal, dass ich diese Geschichte den Besuchern erzählt hatte. Als ich mir später die Wunde anschaute, sah es aus wie von einer Zigarette eingebrannt", schilderte er damals der The Sun. Für Toole schien es klar, dass nur der Geist des Kettenrauchers Davis ihn mit seiner Zigarette verbrannt haben konnte.

 

Für alle diejenigen, die daran interessiert sind, die unheimliche Atmosphäre des Gebäudes selbst zu erleben, veranstaltet Tormented Nights UK im Laufe dieses Jahres zwei Geistertouren dorthin, die speziell nachts stattfinden. Eine am 26. Juli und eine weitere am 6. September, jeweils von 22.00 bis 4.00 Uhr. Die Tickets kosten rund 51 Euro (£45) pro Person bei eigener Anreise, inklusive Erfrischungsgetränke und Snacks.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: CC BY-SA 4.0 Rodw

 

VIDEO:

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