10.05.2017

Spuk im Elternhaus des Serienmörders Ted Bundy

Ein Bauunternehmer, der mit der Renovierung und Umgestal- tung des Elternhauses des legendären Serienmörders Ted Bundy beauftragt wurde, hat über zahlreiche paranormalen Aktivitäten berichtet, die er angeblich während seiner Arbeit in dem Gebäude erlebt hat.

 

Das Haus befindet sich in Tacoma, US-Bundesstaat Washington, und wurde im vergangenen September von einem Mann gekauft, der lediglich vorhatte, das vernachlässigte Gebäude zu sanieren und anschließend mit Gewinn schnell wieder zu verkaufen. Dass dort ein grausamer Serienmörder aufgewach- sen war, wusste er nicht.

 

Ted Bundy war neun Jahre alt, als er mit seiner Mutter, seinem Stiefvater und vier jüngeren Geschwistern in das Haus zog. Nachbarn bescheinigten, dass die Bundys eine sehr freundliche und angenehme Familie waren, lediglich Ted soll mit seinem sonderbaren Verhalten aufgefallen sein. Es wird vermutet, dass Ted bereits mit 14 Jahren seinen ersten Mord beging, denn in seiner unmittelbaren Nähe verschwand 1961 die 8-jährige Ann Marie Burr spurlos, doch beweisen konnte man es nicht. 1978 konnten ihm vor Gericht lediglich drei Morde nachgewiesen werden, worauf er zum Tode verurteilt und am 24. Januar 1989 im Florida State Prison auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde. Einen Tag vor seiner Hinrichtung gestand er insgesamt 31 Morde an junge Frauen und Mädchen, die er zwischen 1974 und 1978 überfiel, bewusstlos schlug, vergewaltigte und schließlich zerstückelte - doch die tatsächliche Zahl der Opfer bleibt wohl immer ein Geheimnis. Die Mutter zog unmittelbar nach der Hinrichtung ihres Sohnes aus dem Haus und starb nachlanger Krankheit am 23. Dezember 2012. Sie hielt bis zu ihrem Tode zu ihrem Sohn und wollte nicht wahrhaben, dass er ein bestialischer Serienmörder gewesen sein soll.

Ted Bundy, 1980
Ted Bundy, 1980

Doch von diesem ehemaligen Bewohner und seiner Geschichte wussten weder der neue Hauseigentümer, noch der Bauunternehmer Casey Clopton, der das Haus sanieren sollte. Allerdings bekam Clopton bereits bei seinem ersten Besuch im Haus den Eindruck, dass irgendwas damit nicht zu stimmen schien. Seine elfjährige Tochter hatte ihn begleitet und er machte seine übliche Besichtigungsrunde, um sich zu notieren, was er für die bevorstehenden Arbeiten einplanen müsse. Plötzlich soll sich seine Tochter merkwürdig verhalten und grundlos zu Weinen angefangen haben. Sie normalisierte sich erst wieder, als sie das Haus verließen.

 

Als eine Woche später die Baumaßnahmen begannen, merkte auch einer seiner Mitarbeiter an, dass das Haus sehr beklemmende Gefühle auslöse. Dennoch mussten die Arbeiten erledigt werden und die seltsamen Dinge nahmen ihren Lauf: Morgens standen alle Wohnungs- und Schranktüren offen, obwohl man sie beim Verlassen am Tag zuvor geschlossen hatte; schwere Geräte flogen wie von Geisterhand durch den Raum, während die Crew arbeitete oder Mobiltelefone und andere Elektronikgeräte wurden plötzlich ohne ersichtlichen Grund funktionsunfähig. Am gruseligsten war jedoch als eines Tages das Wort »Hilf mir« an einem Kellerfenster geschrieben stand oder das Wort »Geh« auf dem Staub des Schlafzimmer-bodens, ohne dass man irgendwelche Fußspuren drum herum erkennen konnte.

 

Nachdem die paranormalen Aktivitäten nicht aufhörten, erkundigte sich Clopton in der Nachbarschaft über das Haus und erfuhr über die Verbindung zu dem bekannten Serienmörder Ted Bundy. Daraufhin beauftragte er einige Geistliche, die das Haus segnen sollten, um dadurch zu versuchen, die dunklen Mächte zu vertreiben, die dort tätig sind. Und tatsächlich scheint es funktioniert zu haben, denn danach konnten die Arbeiten ohne weitere Zwischenfälle beendet werden. Und auch das Haus wurde zwischenzeitlich verkauft, und wie der Makler James Pitts III im Star Telegram berichtet, sollen die neuen Eigentümer offenbar nicht nach der Vergangenheit des Hauses gefragt haben.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Florida Department of Corrections

 

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