28.06.2019

Fund entpuppt sich als das Schwert eines Tempelritters

Ein Schwert, das vor 30 Jahren in einer Höhle entdeckt wurde, hat sich als viel bedeutungsvoller erwiesen, als man bisher dachte.

 

Die rostige Waffe wurde ursprünglich von Mark Lawton in den 1980er-Jahren in den Caynton Caves von Shifnal gefunden, berühmte Höhlen in der zeremoniellen und traditionellen englischen Grafschaft Shropshire in den Midlands. Die nur einen Meter unter der Erdoberfläche befindlichen Höhlen können nur durch ein Loch im Erdboden betreten werden, das an den Eingang eines Kaninchenbaus erinnert. Unter den Historikern ist man sich nicht einig, wie alt diese Erdlöcher tatsächlich sind. Einige datieren sie auf das 17., 18. oder 19. Jahrhundert, andere sind überzeugt, dass sie bereits vor über 700 Jahren von den Templern errichtet wurden.

Erst als Lawton später beschloss, das Schwert von einem lokalen Auktionator schätzen zu lassen, erfuhr er, dass es sehr wahrscheinlich einst einem Tempelritter gehörte. Die Militär-Expertin Caroline Dennard von Halls Fine Art in Shrewsbury hatte es dem berühmten und geheimnisumwobenen Mönchsorden zugeordnet und es mit großer Sicherheit als deren Waffe zertifiziert. „Dies ist sicherlich ein seltenes Stück, das alle Merkmale eines echten Schwertes aus dem 13. Jahrhundert aufweist", erklärte sie gegenüber Angle News. „In den besiedelten Gebieten waren Ritter die einzigen, die vom König autorisiert wurden, Waffen zu tragen, so dass es eine wahrscheinliche Annahme ist, dass dies einst im Besitz eines Ritters war und es auch von ihm getragen wurde - und angesichts der Tatsache, dass es in einer Höhle von Caynton in Shifnal gefunden wurde, sehr wahrscheinlich sogar von einem Templer."

 

Sie stützt ihre Einschätzung darauf, dass auch sie zu den vielen Historikern gehört, die überzeugt sind, dass diese Höhlen von den Tempelrittern gegraben wurden, um ihnen zu jener Zeit als sicheres Versteck zu dienen, als sie von König Philipp IV. von Frankreich verfolgt wurden und ihr Orden aufgelöst werden sollte.

 

Wer waren die Tempelritter?

Der Templerorden war ein geistlicher Ritterorden, der 1118 im Königreich Jerusalem gegründet und als er immer einflussreicher und mächtiger wurde, auf Druck des französischen Königs Philipp IV. - nach einem langwierigen, aufsehenerregenden Prozess (Templerprozess) - von Papst Clemens V. am 22. März 1312 auf dem Konzil von Vienne offiziell aufgelöst wurde. Seine Mitglieder werden zwar als Tempelritter, Templer oder Tempelherren bezeichnet, doch ihr voller Name lautete »Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem«.

 

Er war der erste Orden, der die Ideale des adligen Rittertums mit denen des Mönchtums vereinte und deren gesellschaftliche Stände bis dahin streng getrennt wurden. Er zählt somit zu den ersten Ritterorden und unterstand direkt dem Papst. Noch heute gibt es mehrere Organisationen, die sich auf das Erbe des Templerordens beziehen und teilweise noch aktiv sind.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Katy Edwards/Bav Media

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