30.01.2019

Lebte Alexander der Große noch Tage nach seinem Tod?

Dass der Leichnam von Alexander der Große selbst Tage nach seinem Ableben nicht verweste, wurde von den alten Griechen als Zeichen angesehen, dass er ein Gott war. Eine neuseeländische Wissenschaftlerin hat da eine andere Erklärung und sagt, dass es lediglich einen wichtigen Hinweis zu dem Tod des makedonischen Herrschers darstellt.

 

Alexander der Große bzw. Alexander III. von Makedonien (20. Juli 356 v. Chr. - 10. Juni 323 v. Chr.) war von 336 v. Chr. bis zu seinem Tod König von Makedonien und Oberhaupt des Korinthischen Bundes. Dr. Katherine Hall von der Dunedin School of Medicine an der University of Otago erklärt in ihrer im Fachjournal Ancient History Bulletin veröffentlichten Arbeit, dass aus den historischen Aufzeichnungen hervorgeht, dass Alexanders Leichnam sechs Tage lang keinerlei Anzeichen von Verwesung zeigte. Die bislang vorherrschenden Theorien darüber, wie er ums Leben kam - ob eine Infektion, Alkoholismus oder sogar Mord - erklären dieses Phänomen allerdings nicht.

 

 

Dr. Hall glaubt, dass sie herausgefunden habe, was damals geschehen ist. Sie denkt, dass Alexander’s Leichnam nur deshalb nicht zerfiel, weil er faktisch noch am Leben war. Sie theorisiert, dass er an dem Guillain-Barré-Syndrom (GBS) erkrankt war, ein akut auftretendes neurologisches Krankheitsbild, bei dem es zu entzündlichen Veränderungen des peripheren Nervensystems kommt. Zur damaligen Zeit können vorausgegangene Infektionen häufig zu dieser Erkrankung geführt haben.

 

GBS hätte auch zu jener „progressiven, symmetrischen, ansteigenden Lähmung" geführt, die auch in den Aufzeichnungen über die unmittelbare Zeit vor seinem Tod geschildert wird. So hätten die Menschen geglaubt, dass Alexander verstorben sei, obwohl er klinisch gesehen eigentlich noch ganze sechs Tage in als »Scheintoter« lebte, bevor er tatsächlich seinen letzten Atemzug machte.

 

Die Otago Daily Times berichtet, dass es sich um eine Theorie handelt, die Dr. Hall schon bereits 1978 vorgetragen haben will, jedoch „nie ernsthaft von jemand anderem angenommen wurde". Sie soll sechs Monate damit verbracht haben, das Thema zu erforschen. „Sein Tod könnte der berühmteste Fall von Pseudothanatos (Scheintod) oder einer falschen Todesdiagnose sein, der jemals aufgezeichnet wurde.", resümiert Dr. Hall.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Berthold Werner, CC BY-SA 3.0

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