28.12.2017

Waren japanische Mönche bereits 1350 in Amerika?

Die Zuñi unterscheiden sich in vielen Aspekten von allen anderen Indianerstämmen. Nicht nur, dass ihre Sprache, Glaube und Blutgruppe einen anderen Ursprung zu haben scheinen, sie haben offenbar sogar auch eine völlig andere Herkunft: Japan.

 

Die Zuñi gehören zu den nordamerikanischen Pueblo-Völkern und leben im Zuñi-Pueblo entlang des Nordufers des Oberen Zuñi Rivers im westlich-zentralen US-Bundesstaat New Mexico. Ihre tatsächliche Herkunft und frühe Geschichte ist unseren Historikern unbekannt, lediglich ihre Mythologie geht auf ihre Wurzeln ein und schildert, dass ihre Vorfahren einst aus der Unterwelt aufgetaucht seien und sich an ihrem heutigen Wohnort angesiedelt hätten.

 

Die meisten Wissenschaftler glauben, dass die Zuñi deshalb anders sind, weil sie isoliert lebten. Laut Sprachwissenschaftlern haben die Zuñi die Integrität ihrer Sprache seit mindestens 7.000 Jahren bewahrt. Sie verwenden jedoch zahlreiche Worte vom Stamm der Keres, Hopi sowie Pima, die sich auf die Religion und religiöse Bräuche beziehen. Wie Ancient Pages berichtet, hat die Professorin Nancy Davis von der University of Chicago eine eigene, alternative Theorie ausgearbeitet, welche die rätselhafte uralte Geschichte der Zuñi erklären könnte.

 

Sie hat die Zuñi über 30 Jahre studiert und sie mehrfach in ihrem Zuñi-Pueblo besucht. Ihre Theorie stößt bei ihren Kollegen zwar auf wenig Akzeptanz, denn die traditionelle Wissenschaft geht davon aus, dass die Zuñi von Menschen abstammen, die vor 12.000 Jahren aus Sibirien über die Beringstraße eingewandert sind, aber widerlegt haben sie Davis bislang nicht. Die Historikerin vermutet, dass die Zuñi in engem Kontakt mit buddhistischen Mönchen standen, die im 14. Jahrhundert von Japan aus an die Westküste des heutigen amerikanischen Kontinents gelangten. In ihrem Buch »The Zuni Enigma: A Native American People's Possible Japanese Connection« präsentiert sie ihre Beweise, welche die alte Verbindung der Zuñi zu Japan bestätigen sollen. Sie räumt ein, dass keine DNA-Analysen durchgeführt wurden, die ihre Hypothese bestätigen oder widerlegen, weist aber auf auffällige Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden Kulturen hin, wie z.B. Blutgruppenmerkmale. So wäre beispielsweise die Blutgruppe B in ostasiatischen Populationen häufig vorzufinden, doch bei den meisten anderen Indianern fast gar nicht vorhanden - die Zuñi hingegen besitzen jedoch häufiger die Blutgruppe B. Zudem teilen sich die Zuñi und Japaner biologische Eigenschaften und haben eine ähnliche Mythologie.

 

Davis führt unter anderem auf, dass ein religiöses Diagramm der Zuñi große Ähnlichkeit mit dem chinesischen Yin-Yang-Symbol habe, das auch von den japanischen Mönchen verwendet wurde. Auch ihre Kieferform, der Schädelaufbau sowie eine auffällige Anfälligkeit für Nierenbeschwerden verbindet die Zuñi mit den Japanern. Professor Davis fand auch heraus, dass der Ozean in der Mythologie beider Kulturen mit ähnlichen Geschichten verbunden wird.

 

Professor Davis erklärt, dass die japanische Sozialstruktur um das 11. und 12. Jahrhundert herum unter ständigen Naturkatastrophen zu leiden hatte, darunter eine Reihe von Erdbeben. Während dieser Zeit sollen japanische Seeleute ihr Land in verschiedenen, aufeinanderfolgenden Wellen verlassen haben. So erreichten im Jahre 1350 schließlich auch buddhistische Mönche Amerika, die ursprünglich auf die Suche nach Itiwanna aufgebrochen waren, dem Zentrum des Universums. Anhand ihrer Recherchen vermutet Davis, dass günstige Strömungen die Mönche ins heutige Kalifornien getrieben haben. Als sie von dort nach Osten wanderten, sind sie dann sicherlich auf Indianerstämme gestoßen, die sich ihnen womöglich angeschlossen haben, um mit ihnen gemeinsam nach Itiwanna zu suchen und sich mit ihnen vermischten.

 

© Fernando Calvo*, Foto: Edward Curtis/Wikipedia 

Zuñi-Mädchen mit Tonkrug um 1903
Zuñi-Mädchen mit Tonkrug um 1903

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