25.04.2016

Bigfoot veränderte Mary Greens Leben

Als Mary Green und ihr Mann John im Jahre 1963 mit ihrem mobilen Haus nach Dodson Branch im US-Bundesstaat Tennessee zogen, ließen sie sich in einer abgeschiedenen Gegend in der Nähe von Rickman nieder. Dort beabsichtigten sie sesshaft zu werden und ihr neues Haus zu bauen.

 

Was Mary Green und ihre Familie vor ihrem Umzug nach Dodson Brancht nicht wussten: Sie hatten sich eines der US-Regionen ausgewählt, die dafür bekannt sind, einigen Bigfoot-Popula-tionen als Lebensraum zu dienen. Und so wurden sie im Laufe der Zeit immer wieder mit seltsamen Vorfällen konfrontiert: „Ich hatte zwei kleine Kinder und mein Mann arbeitete nachts. Ich beobachtete große Gestalten unter dem Verandalicht laufen und mehrere Male hörte ich spät in der Nacht jemanden in unser Haus eindringen und alles durchstöbern. Ich griff jedes Mal nach unserer Flinte und schrie, dass sie sofort raus gehen sollen oder ich auf sie schießen würde!“ Spätestens eine Minute nach ihrer drohenden Warnung hörte sie dann auch stets, wie sich die Tür schloss. Die Eindringlinge haben immer sofort das Haus verlassen, wenn sie schrie, erzählte Mary.

 

Mit den Jahren häuften sich die seltsamen Vorfälle. Als das neue Haus der Greens fertig war, versuchte regelmäßig jemand, in den Keller einzubrechen und manchmal lag dort ein starker, beißender Gestank in der Luft, wenn man hinunter ging. Und der im Keller befindliche Gefrierschrank wurde auch des Öfteren geplündert - vor allem das Fleisch verschwand spurlos. Rätselhafte Rufe, die manchmal nachts aus dem Wald ertönten, machten die Situation immer unheimlicher.

 

Eines Morgens spielten ihre Töchter am Little Spring Creek, als sie einen sehr großen, behaarten »Mann« bemerkten, der die Kinder anknurrte, als er sie sah. Die damals um die 12 Jahre alten Mädchen waren zu Tode erschrocken. Die gesamte Familie sah gelegentlich diese Geschöpfe und deshalb versuchten sie, das Waldgebiet so gut sie konnten zu meiden. Jetzt wussten die Greens zumindest endlich, wer ihre ungebetenen Besucher waren aber sie behielten ihre verrückte Geschichte lieber für sich, um von den Leuten nicht für verrückt gehalten zu werden.

 

Mary begann, sich immer mehr für diese Kreaturen zu inte- ressieren und sie führte intensive Recherchen durch, um mehr über sie zu erfahren. Sie erfuhr, dass diese kryptische Wesen häufig in Mittel- und Ost-Tennessee gesichtet wurden. Dort vor allem im Standing Stone State Park, Livingston, entlang des Cumberland Rivers in Jackson und Clay Counties, Pickett County sowie in Fentress, White und Putnam Counties. Niemand nennt sie aber beim Namen. Sie wagen es nicht, Ihren Freunden zu sagen: ‚Ich sah Bigfoot!' ", sagte Mary.

 

Mary Green wurde durch ihre eigene Begegnung mit dem Kryptiden zu einem der ersten Pioniere in der Bigfoot-Forschung und sie widmete seitdem ihre gesamte Freizeit diesem Wesen. Sie fand unter anderem heraus, dass sie knurren, grunzen und den Ruf einer Eule imitieren können. Einige von ihnen sollen sogar gelernt haben, ein paar Worte zu sprechen. Doch stets hatte sie bei ihrer Forschungsarbeit und der Suche nach greif- baren Beweisen seiner Existenz gemischte Gefühle, denn sie wusste, wenn sie konkrete Anhaltspunkte zum Bigfoot ent- decken und veröffentlichen würde, täte sie damit das Todesur- teil für die scheue Kreatur unterschreiben.

 

„Jeder der einen Bigfoot sieht, sagt, dass es sein Leben verändert hat. Man gibt nicht auf, bis man die Antworten zu seiner Existenz erhalten hat. Wir wissen, dass sich die Menschen über uns lustig machen und uns dumm nennen, doch wenn man sie gesehen hat, kann man sie nicht vergessen, und man versucht alles Mögliche, um seine Existenz zu beweisen. Aber sobald die Menschen tatsächlich erfahren, dass es sie da draußen gibt, wird ihr Leben keinen Cent mehr wert sein. Die Leute werden dann alle hinter ihnen her sein", erklärte Mary.

 

Vielleicht ist das der Grund, warum dieses Geschöpf noch unerkannt in der Wildnis überleben konnte – weil es nämlich einige Menschen gibt, die seinen genauen Aufenthaltsort nicht preisgeben wollen, um ihn zu schützen. Doch nicht nur normale Bürger sind um das Leben und der Freiheit des friedfertigen, harmlosen Hominiden besorgt, es sollen auch zahlreiche US- amerikanische und kanadische Forstmitarbeiter sowie Polizisten daran beteiligt sein, seine Existenz vor der Öffentlichkeit verbor- gen zu halten.

 

 

© Fernando Calvo, Foto: Mary Green

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