21.05.2019

Forscher will Rätsel um das Lake-Iliamna-Monster lösen

Ein ehemaliger Meeresökologe möchte mit Unterwasserkameras ein legendäres Seeungeheuer aufspüren, das in Alaska im Lake Iliamna lauern soll.

 

Der Lake Iliamna liegt am nördlichen Ende der Alaska-Halbinsel und ist 124 km lang und bis zu 35 km breit, was ihn zu einem der größten Seen der Vereinigten Staaten macht. Und wie viele andere große Seen beherbergt auch der Iliamna den Legenden nach sein eigenes Seemonster: Das Ungeheuer vom Iliamna Lake, das seit vielen Jahren im Mittelpunkt von Erzählungen der Einheimische in der Region steht.

 

 

Viele lokale Fischer schwören auf die Existenz dieser drei bis neun Meter große Kreatur, die von ihnen kurz auch »Illie« genannt wird. Sie behaupten nicht nur, ihr persönlich begegnet zu sein, sondern auch erlebt zu haben, wie sie Boote und Menschen angegriffen hat.

 

Das Interesse an diesen Kryptiden ist derart groß, dass die Anchorage Daily News in 1980 sogar jedem eine Belohnung von 100.000 Dollar bot, der entsprechende handfeste Beweise oder die wissenschaftliche Bestätigung für eine bisher unentdeckte Tierart in dem See lieferte. Jetzt will der ehemalige Meeresökologe Bruce Wright einen erneuten Versuch starten und herausfinden, was tatsächlich in den Tiefen des Lake Iliamna lauert. Dazu will er diesen Sommer das Gebiet mit einer speziellen Unterwasserkamera aufsuchen. Er wird auch Proben des Wassers entnehmen und die darin enthaltene DNA analysieren, um so möglicherweise eine unbekannte Spezies im See aufzuspüren.

 

Seine persönliche Theorie ist, dass die Sichtungen auf das Vorhandensein großer Grönlandhaie (Somniosus microcephalus) im See zurückzuführen sei - eine Art, die bis zu acht Meter groß und einige hundert Jahre alt werden kann. „Wenn wir eine neue Spezies sehen, wäre das ziemlich faszinierend", sagte er der Anchorage Daily News. „Und sollte ich nur einen Grönlandhai finden, war es ebenfalls die Mühe wert. Es wird viele Fragen geben, warum sie dort sind und wie sie dort überleben können."

 

In der Tat wäre es sehr ungewöhnlich, im Lake Iliamna auf Grönlandhaie zu stoßen, denn der See hat keine Verbindung zum offenen Meer und gilt zudem als sehr nährstoffarm, da er von Dezember bis Mai von einer dicken Eisdecke überzogen wird.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

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